01.06.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mit den Waffen der Bauern

Der Bo ist ein 182 Zentimeter langer Stock, der von einem Wanderstab abstammt. Mit ihm übten die Teilnehmer am Kobudo-Lehrgang ebenso wie mit der Tonfa, die ursprünglich der Griff einer Getreidemühle war, und den Sai-Gabeln, die im alten Okinawa - wo Karate ursprünglich herstammt und sich seine heutige Form entwickelte - paarweise verwendet wurden, um Samuraischwerter zu brechen. Bild: hfz
von Angela BuchfelderProfil

Bei Karate wird zwischen dem klassischen Karate und dem Waffenkarate, dem sogenannten Kobudo, unterschieden. Mit Waffen sind dabei die Bauernwaffen gemeint, die sich zusammen mit Karate im alten Okinawa entwickelt haben. Zu dem Tageslehrgang, den die Sparte SCE-Karate organisierte, waren einige Teilnehmer sogar extra aus Rheinland-Pfalz angereist.

Trainer war Christian Brüchner, Träger des 3. Dan (Schwarzer Gürtel), Gasttrainer Norbert Glaßl aus Hof, Träger der 4. Dan. Die Teilnehmer konnten sich für einzelne Waffen - den Bo (Stock), die Tonfa (Schlagstock) oder die Sai-Gabeln (eine Art Dreizack) - entscheiden und in Gruppen den sportlichen Umgang damit üben.

Wie im klassischen Karate gibt es auch im Kobudo Gürtelprüfungen und am Ende des Lehrgangs bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, daran teilzunehmen und den jeweils höheren Grad zu erwerben. In Deutschland wird Kobudo unter anderem über den Deutschen Kobudo-Verband vermittelt und trainiert, dem etwa 40 Vereine angehören.

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.