Mit Erfahrung Brot wie zu Urgroßmutters Zeiten backen
Blick in den Ofen

Mit der Restwärme vom Brotbacken gelingen im Holzbackofen des Vereinskartells leckere Zwiebelkuchen, die die Speisekarte bei Festen bereichern. Bild:

In früheren Jahren gab es in jedem Dorf mindestens einen Backofen. Größere Bauernhöfe hatten eigene, andere schlossen sich zu Backofengemeinschaften zusammen. Nach einer Zeit, in der die meisten abgerissen wurden, erleben sie jetzt eine Renaissance.

In Neudorf blieb einzig der bei Familie Meißner, frühere Hausnummer 1, stehen. Bei den Wünschen im Vorfeld der Dorferneuerung stand ein Backofen ganz oben. "Da ein Backofen aber nicht billig ist, wurde er in der Wunschliste nach unten gesetzt", erinnert sich der damalige Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, Hans Meißner.

Zum Anschüren gebaut

Das Gremium war sich aber einig, dass er nach einer Realisierung auch benutzt werde. Ein reines Dekostück sollte es nicht sein. Da es damals Fördergelder für ein solches Projekt gab, erklärte sich das Vereinskartell bereit, den Rest aus eigener Tasche zu bezahlen. Standort sollte neben dem Vereinszentrum direkt am Festplatz sein.

Der Schlot des Backofens raucht seitdem regelmäßig. Derzeit fungiert Siedlerchef Willi Lederer als Bäcker. Lederer heizt beim Backofenfest der Siedler und beim Dorffest an. Aber auch bei weiteren besonderen Anlässen schürt er an.

Wenn im Inneren die richtige Temperatur herrscht, wird das Brot eingeschossen. Bäckereien aus der Umgebung liefern die Teiglinge. "Mit Weckern, wie sie beim Kochen verwendet werden, kann man beim Brotbacken nichts anfangen, das ist Gefühlssache", weiß Lederer.

"Man muss den Ofen kennen, man muss wissen wann er die richtige Temperatur hat und wann das Brot durchgebacken ist. Dazu gehört viel Erfahrung."
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