29.04.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mit Sturmhauben vermummt begingen drei junge Leute die Freveltat in Haidhof Grabschändungen sind aufgeklärt

Die Freveltat erregte überregionales Aufsehen. In der Nacht zum 10. April, dem Karsamstag, hatten Unbekannte 18 Grabstätten auf dem Friedhof Maxhütte-Haidhof mit Hakenkreuzen besprüht. Jetzt ist die Freveltat geklärt, konnten drei junge Männer überführt werden.

von Autor HOUProfil

Das unter der Leitung des Hauptkommissars Karl Fochtner stehende Kommissariat "Staatsschutz" bei der Kripo in Amberg mobilisierte nach Bekanntwerden der Grabschändungen alle verfügbaren Kräfte. Die Beamten ermittelten intensiv und kamen schließlich zum Erfolg. Gestern meldete die Polizeidirektion Amberg: "Die Täter sind überführt".

Das Motiv der drei 18 und 19 Jahre alten Burschen aus Teublitz und Haidhof ist nach Angaben eines PD-Sprechers "noch reichlich unklar". Die Täter, so fuhr er fort, würden wohl zur rechten Szene tendieren, seien aber bisher nie in Erscheinung getreten. Sie hatten in der fraglichen Nacht neben den Hakenkreuzen auch noch eine "Sieg Heil"-Parole an die evangelische Kirche der Stadt gesprüht.

Das Unternehmen "Grabschändung" wurde offenbar von langer Hand vorbereitet. Die drei jungen Männer rüsteten sich mit schwarzen Sturmhauben aus und brachen vermummt zu ihrer Freveltat auf. Dazu trugen sie schwarze Kleidung.

Erst über eine Vielzahl von Befragungen, an der sich auch Uniformierte der Polizeiinspektion Burglengenfeld beteiligten, kamen die Kriminalbeamten auf die Spur der Täter. Sie räumten die Grabschändungen ein und wurden nach ihren Vernehmungen auf freien Fuß gesetzt. Der von ihnen angerichtete rein materielle Sachschaden wird auf nahezu 3000 Euro geschätzt.

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