Musikkapelle Ursensollen gibt in Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Konzert mit vielen Höhepunkten
Das Publikum ist begeistert

Das große Orchester gab in der Kirche Hohenkemnath ein Konzert. Bild: hi

Als Vorsitzende Angela Harbauer den Konzertbesuchern in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Freude am Auftritt der Musikkapelle Ursensollen wünschte, hat sie stark untertrieben: Es war Begeisterung, was die Konzertfreunde an dem gelungenen Programm unter Leitung von Stefan Neger empfanden.

Mit "Ein Siegesgesang Israels" von Sigfrid Karg-Elert eröffnete Ute Steck an der Kirchenorgel das Konzert. Es war ein ungewöhnlicher, aber dennoch angenehmer Einstieg in den musikalischen Abend. Steven Reineke hat das flotte Stück "Sedona" mit einer festlichen Eröffnung und einem lyrischen Mittelteil beigetragen.

Im Konzert für Tuba und Orchester war Christina Schauer besonders im dritten Satz solistisch gefordert. Zwei Harfen (Veronika Miller Wabra und Annika Weigl) verstärkten das Orchester. Eine einfache, wunderschöne Melodie ließ Markus Götz einfließen. Prächtige Klänge folgten in "Ivanhoe" nach einem Buch von Sir Walter Scott. Breite Legato-Passagen erfreuten mit der Komposition "Mariettas Lied" aus "Die Tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold. Ein Stück, mit dem der Musikverein besonders glänzen konnte. Schon bei den ersten Tönen fühlte man sich an Richard Strauß erinnert, es wurde von zwei Harfen begleitet. Den Text trug Angela Harbauer vor.

Dann kam einer der Höhepunkte des Konzertes: Das Zwiegespräch des Orchesters mit den Alphörnern, bemerkenswert klangrein geblasen. Diese drei Solisten mit den ungewöhnlichen Holzblasinstrumenten überraschten mit dem Triumphmarsch aus "Aida" von Guiseppe Verdi als Zugabe. Ein Erlebnis, rhythmisch absolut präzise und homogen. Es gab frenetischen Beifall. Dazwischen nutzte Angela Harbauer die Gelegenheit, um dem Dirigenten Stefan Neger ein ganz "herzliches Vergelts Gott" zu sagen für seinen "Einsatz, seine Hingabe, sein Bemühen, das Orchester zu formen und seine gekonnte, unaufdringliche Dirigentenleistung".
Edward Elgar ist in seinen Konzerten öfter zu finden, seine Musik fasziniert nicht nur Fachkundige. Mit "Nimrod" aus den "Enigma-Variationen" - arrangiert von Alfred Reed - hat er auch Filmmusik geschrieben. Es ist nicht lange her, da wurde die Komposition von der Jugend des London Symphonic Orchesters zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2012 gespielt. Mit "Nehmt Abschied Brüder" verabschiedete sich die Kapelle. Die Resonanz war sehr positiv, auch für die Alphörner und die Tuba-Solistin Christina Schauer.
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