05.03.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Neu gegründeter "Verein der Freunde der Glyptothek" will sich um Pflege des Bauwerks kümmern 46 "Hausmeister" heben einen Ouzo

Mit einigen Stamperln griechischen Ouzos stießen die "Freunde der Glyptothek" auf den neu gegründeten Verein an: Um das von Künstler Willi Koch am "Alten Berg" bei Etsdorf geplante Baukunstwerk zu unterstützen, kamen am Freitagabend 46 Gründungsmitglieder im Gasthof Steinköppl zusammen - viel mehr, als erwartet. Sie wählten einen Vorstand und verabschiedeten die Vereinssatzung.

von Autor (gri)Profil

Laut Satzung ist es Aufgabe des Vereins, die Glyptothek zu unterstützen und die Förderung von Kultur und Architektur in Etsdorf zu fördern. "Der Satzungszweck wird vor allem verwirklicht durch die ideelle und finanzielle Unterstützung der Glyptothek Etsdorf", heißt es in dem Dokument. Der Verein will sich in erster Linie um die Instandhaltung und Pflege des Bauwerks kümmern. Dazu beabsichtigt er, eng mit der Stiftung zusammenzuarbeiten, die die Finanzierung des Projekts sichert.

Bisher 21 Säulenpaten

Die Stiftung verfügt über einen Grundstock von 50 000 Euro, die unter anderem über die Säulenpatenschaften eingebracht werden. Mittlerweile gibt es für die 32 Säulen der Glyptothek 21 Paten, die jeweils 3000 Euro zur Verfügung stellen. Ein Teil von ihnen ist in der Gemeinde Freudenberg beheimatet, einige Spender kommen aber auch aus München, Berlin oder Wiesbaden. Jeder Säule wird mit dem Namen ihres Paten beschriftet. Der 21. Säulenpate gab spontan bei der Gründungsversammlung seine Zusage.

Zum Vorsitzenden des Vereins wählte die Gründungsversammlung den Vater des Projekts, Willi Koch. Die weiteren Vorsitzenden sind Markus Haller (Etsdorf), Reinhard Dähne (Freudenberg) und der griechische Arzt Dr. Ioannis Rafailidis (Amberg). Das Amt des Schriftführers übernimmt Matthias Schlosser, zum Kassier wurde Michael Bauer (beide aus Etsdorf) gewählt. Als Kassenprüfer stellten sich Franz Schindler (Etsdorf) und Uli Piehler (Freudenberg) zur Verfügung.

Nach dem Votum der Versammlung beläuft sich der Mitgliedsbeitrag für Einheimische auf 15 Euro, für Auswärtige auf 25 Euro pro Jahr. Firmen können sich mit einem Betrag von jährlich 100 Euro an dem Glyptothek-Projekt beteiligen.

"Die Glyptothek wird eine wunderbare Sache, ein Anziehungspunkt für Besucher aus Nah und Fern", zeigte sich der neue Vorsitzende Willi Koch überzeugt. Der Verein sei die Gewähr dafür, dass das Bauwerk nicht verwahrlose, sondern gepflegt werde. Ein kleiner Parkplatz, Papierkörbe und eine autark arbeitende Toilettenanlage sollten dafür sorgen, dass der Ort sauber bleibe.

Nun Gemeinderat am Zug

Die Zahl der Interessenten hatte sich kurzfristig mehr als verdoppelt. Zunächst gab es 20 Anträge auf Mitgliedschaft. Nach der Gründungsversammlung verzeichnete der neue Verein bereits 46 Mitglieder. In bester Feierlaune spendierte Arno Diener von der Sudhang-Brauerei in Amberg einen Hektoliter Bier für die Eröffnungsfeier, die bereits im nächsten Jahr stattfinden könnte.

Nun liegt es am Freudenberger Gemeinderat, ob es "grünes Licht" für die Glyptothek gibt. Der Beschluss soll in der Sitzung am Dienstag, 13. März, gefasst werden.

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