Neuwahlen beim Ortsverein in Neukirchen - Bundestagskandidatin Bachmann zu Gast
SPD setzt auf bewährte Kräfte

Große Einigkeit zeigten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Neukirchen-Etzelwang bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Weißes Ross" in Holnstein. Nahezu einstimmig wurde der Vorstand bei den Neuwahlen im Amt bestätigt.

Ortsvereinsvorsitzender Christan Beyer blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf Veranstaltungen und Ereignisse des vergangenen Jahres zurück wie das sehr gut besuchte Fischessen in Kirchenreinbach und die Sommerwanderung nach Gerhardsberg. Auch bei der Adventsfeier konnten zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßt werden.

Der Vorsitzende dankte in seinem Bericht aber auch für die Teilnahme an überregionalen Veranstaltungen wie dem politischen Aschermittwoch in Vilshofen (Landkreis Amberg-Sulzbach), den Veranstaltungen zum 1. Mai sowie dem internationalen Frauentag in Sulzbach-Rosenberg. In einer Gedenkminute gedachten die Mitglieder des Ortsvereins Neukirchen-Etzelwang ihres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Karl Grandl.

Mindestlohn von 8,50 Euro

Bundestagskandidatin Brigitte Bachmann ging in ihrem Grußwort auf die zentralen Themen des anstehenden Bundestagswahlkampfes ein. Sie werde, so Bachmann, für alle die in der Gesellschaft kämpfen, die sich keine Lobby leisten könnten. Dazu gehörten vor allem Kinder, alleinerziehende Eltern, ältere und kranke Menschen. Als wichtigste Einzelthemen nannte sie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro, die Verbesserung der Infrastruktur ländlicher Räume, zum Beispiel den Ausbau des schnellen Internets, Verbesserung der Situation im Bereich der Pflege sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Im Bereich der Pflege mahnte die Kandidatin eine Verbesserung der Arbeitssituation von Pflegekräften an. Neben einer besseren Bezahlung müsse der Bereich der Dokumentation dringend reformiert werden. Es dürfe nicht sein, dass immer mehr Arbeitszeit für Dokumentation und Verwaltung statt der Pflege von Menschen verwendet werden müsse.

In einer älter werdenden Gesellschaft sei eine Lösung dieses Problems zwingend erforderlich. Die Arbeitsleitung von Pflegekräften müsse besser geschätzt werden, um diesen wichtigen Beruf attraktiv zu gestalten. Im Bereich der Familienpolitik kritisierte Bachmann vor allem die Einführung des sogenannten Betreuungsgeldes. Dieses Geld wäre in der frühkindlichen Förderung bzw. dem Ausbau von Krippenplätzen sinnvoller angelegt, sagte sie.

Kritik an Schulpolitik

In diesem Zusammenhang kritisierte sie auch die Schulpolitik des Freistaates Bayern. Statt Schulen auf dem Land zu erhalten geht die Staatsregierung den gegenteiligen Weg. Kindergärten und Schulen seien wichtige Kriterien für die Attraktivität von Gemeinden und wichtig für Dorfgemeinschaften. Ohne solche Einrichtungen sei es schwer, junge Menschen in einer Gemeinde zu halten.
Nach dem Bericht des Kassiers Georg Marx, der wieder eine gute Kassenlage darstellen konnte, stellten die Revisoren Hannelore Steger und Konrad Adelmann eine einwandfreie Kassenführung fest. Die anschließenden Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse:

Ortsvereinsvorsitzender: Christian Beyer; stellvertretende Vorsitzende: Gisela Walters und Winfried Franz; Kassier: Georg Marx; Schriftführer: Erwin Hufnagel; Organisationsleiter: Peter Lulay; Beisitzer: Inge Marx, Gertraud Kasper, Gertraud Zagel, Karl Adelmann, Gerhard Horn, Erich Neumüller, Günter Weinfurtner;

Delegierter zum Unterbezirksparteitag: Winfried Franz; Delegierte zur Kreisdelegiertenkonferenz: Winfried Franz und Dieter Hauenstein; Delegierter zur Europawahl 2013: Christian Beyer; Delegierte zur Kommunalwahl 2013: Karl Adelmann und Winfried Franz. (Weiterer Bericht folgt)
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