12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nürnberger Kinder eine Woche lang auf dem Land Bienensummen ein faszinierender Klang

Ottmar Fischer erklärte den Gästen aus der Großstadt, was es auf einer Streuobstwiese alles zu tun gibt. Bild: fm
von Franz MüllerProfil

Ein Dutzend Großstadtkinder aus dem Kinderhort "Gostini" in Nürnberg verbrachten einige Tage im "Seminarhaus". Sie genossen den Aufenthalt in freier Natur und lernten manche Tiere oder Pflanzen kennen, die es in der städtischen Umgebung nicht zu beobachten gibt.

Spiele und Wanderungen gehörten zum Programm, das die drei Betreuerinnen vorbereitet hatten. Ein Ziel war die Streuobstwiese von Ottmar Fischer mit ihren vielen Obstbäumen und Wiesenblumen. Das Flattern von Schmetterlingen oder das Summen von Bienen faszinierte die wissbegierigen Kinder förmlich.

Ottmar Fischer erklärte die verschiedenen Sorten und ihre Früchte, die bis auf Klaräpfel noch nicht reif sind. Am Beispiel eines jungen Baums zeigte er die Pflege der Bodenscheibe. Damit das Regenwasser besser einsickern kann, entfernte er das Gras und lockerte den Boden auf. Dabei kam allerhand Kleingetier zu Vorschein. Vorsichtig nahmen die Kinder Regenwürmer, Käfer oder Tausendfüßler in die Hand und setzten sie in Behälter. Dann schauten sie sich die Tierchen genau mit der Lupe an, bevor sie ihnen die Freiheit zurückgaben.

Zur Untersuchung von Nützlingen oder auch Schädlingen an den Bäumen griff Ottmar Fischer zu einem Trichter aus Stoff mit einem kleinen Fangkorb und schüttelte die Äste ab. Was auch an Insekten oder Käfern hineinrutschte, er wusste sie alle zu erklären.

Zum Beispiel die nützlichen Marienkäfer, die schädliche Blattläuse vertilgen. Auch das Obst kann nur entstehen, wenn die Blüten von Bienen, Hummeln und anderen Insekten bestäubt werden. Im Gegenzug dienen sie ihnen als Nahrungsquelle.

Beim ungezwungenen Aufenthalt in unberührter Natur und frischer Luft fernab von Verkehr und Lärm erholten sich die Ferienkinder und genossen ein "Praktikum" in Biologie.

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