03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nur Schuhe und Socken natürlich: 23 Kirwapaare tanzen wegen des Regens barfuß um Baum Moidln und Boum ziehen sich aus

23 Paare trotzten bei der Ägidiuskirwa in Aschach dem regnerischen Wetter und tanzten fröhlich gestimmt barfuß um den Baum. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Man wollte es in Aschach nicht wahrhaben: Auf passables Wetter zum Kirwaauftakt am Samstag folgte ein regnerischer Sonntag. Aber dadurch ließen sich die 23 Paare mit ihrem Chef Wolfgang Weigl ihre ausgelassene Stimmung nicht vermiesen. Kurzerhand wurden beim Baumaustanzen die Schuhe ausgezogen und die Kirwaburschen krempelten ihre Hosenbeine hoch.

Eingeläutet wurden die Festtage am Samstag mit der Musik der Band Format C.

Am Sonntagvormittag versäumten es die Boum und Moila nicht, in der altehrwürdigen Ägidiuskirche den Festgottesdienst zu besuchen. Hier erinnerte Pfarrer Eduard Kroher an die eigentliche Weihe des Gotteshauses im Jahr 1755, den Ursprung der heutigen Kirwa.

Die sicherlich nicht sehr betuchten Vorfahren hätten es auf sich genommen ein Gotteshaus zu errichten. "Die Kirche prägt das Ortsbild und ist ein unübersehbares aus Stein gebautes Zeugnis des Glaubens", sagte der Geistliche. Erfreut zeigte sich Eduard Kroher über das komplett gefüllten Bänke und wünschte sich dies des Öfteren.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Bienenhof Aschach marschierten die Paare zum Festplatz. Trotz unablässigen Regens hatte sich ein Kreis von Besuchern um den 33 Meter hohen Baum gebildet, die das Austanzen miterleben wollten.

Die Burschen mit ihren blumen- und bändergeschmückten Hüten stimmten zu den Klängen der Aschacher Musikgruppen Schnodahüpfln an, die mit Gerstensaft gefüllten Kirwaliesln drehten fleißig ihre Runden. Im Festzelt übernahm währenddessen das Buchbergecho das musikalische Kommando und sorgte für eine prächtige Stimmung.

Nach einer kurzen Nacht wurde am Montagmorgen dem Kirwabär das Fell übergezogen. Der machte sich dann mit seinem Gefolge auf den Weg, um in der Ortschaft sein Unwesen zu treiben. Viele rußgeschwärzte Gesichter waren zu sehen. Die Band Wöidarawöll unterhielt die Festzeltbesucher am Abend, an dem auch der Baum verlost wurde.

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