16.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

OB Andreas Feller seit 100 Tagen im Amt - Dauerbrenner DSL "Kein Geheimniskrämer"

Schwandorf. (ch) Die ersten 100 Tage im neuen Amt gelten gemeinhin als "Schonzeit" für gewählte Mandatsträger. Dann wird's ernst. Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) hat die erste Runde mit Stadtrats- und Ausschusssitzungen hinter sich, einige wichtige Entscheidungen sind bereits gefallen. In NT-Interview äußert sich der neue OB zu seinen ersten Erfahrungen. Die Fragen stellte Redakteur Clemens Hösamer.

Seit 100 Tagen sein Arbeitsplatz: Oberbürgermeister Andreas Feller an seinem Schreibtisch im Rathaus. Bild: Götz
von Redaktion OnetzProfil

Nach 100 Tagen im Amt: Haben Sie sich schon ins neue Büro eingewohnt?

Ja, sicherlich. Und ich finde mich auch im Rathaus zurecht.

Seit Ihrem Amtsantritt sind Sie Chef von mehreren Hundert Mitarbeitern. Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Verwaltung?

Es ist schon ein Sprung von zwölf auf gut 250 Mitarbeiter. Ich werde sehr gut mitgenommen, ich höre genau zu und entscheide dann. Habe ich schon immer so gemacht. Meine Türen stehen jedem offen. Ich hoffe, ich bin ein guter Chef.

Im Stadtrat und den Ausschüssen wurden schon einige wichtige Entscheidungen getroffen, etwa zur Bebauung des Spitalquartiers. Wie bewerten Sie die bisherige Zusammenarbeit in den Gremien?

Ich denke, gut. Zugegeben, es gab kleinere Anlaufschwierigkeiten, organisatorischer Natur. Aber mittlerweile bekommen auch die Nicht-Fraktionen die Unterlagen, wie versprochen. Ich bin kein Geheimniskrämer. Die Informationen stehen allen Entscheidungsträgern zu.

Eines Ihrer Hauptthemen im Wahlkampf war die DSL-Versorgung in der Stadt. Wie ist der Sachstand?

Wir haben die Entscheidung der EU abgewartet und sind mit ihr ins Verfahren gegangen. Das hat sich insoweit gelohnt, weil wir uns im Haus viel Arbeit erspart haben und unterm Strich schneller sind. Wir sind mitten in den Vorhandlungen. Ich bitte um Verständnis, dass ich da den Deckel etwas draufhalten möchte, um die Verhandlungsposition unserer Stadt, aber auch anderer Gemeinden nicht zu schwächen.

Was sehen Sie als vordringlichste Aufgabe für die kommenden Monate?

: Wir haben uns Ziele gesetzt, die es zu thematisieren gilt. Breitband/DSL wird sicherlich ein Dauerbrenner. Aber auch die Bahn wird uns fordern mit Barrierefreiheit, mehr P+R Parkplätzen, kreuzungsfreien Bahnübergängen, höherwertigem Reiseverkehr. Genauso wie der Ostbayernring (eine geplante 380kV-Stromleitung, Anm. d. Redaktion) und gegebenenfalls. die Gleichstromtrasse. Auch der Lärmschutz an der A93, und der Bahn wird uns fordern, genauso wie die zweite Naabbrücke. Die Sanierung der bestehenden Brücke mit einem Geh- und Radweg steht an. Die Themen werden nicht ausgehen, davon gehe ich aus.

Was war der für Sie bislang schönste Termin?

Es gibt viele schöne Termine, ich möchte hier keinen herausgreifen. Die traurigsten waren mit Sicherheit, vom Tod zweier Menschen erfahren zu haben, einem Angehörigen einer Mitarbeiterin und einer ehemaligen Mitarbeiterin, die ich zudem sehr gut kannte. Leider konnte ich nicht zur Beisetzung, weil ich unaufschiebbar dienstlich gebunden war.

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