Oberndorfer feiern mit Kemnather Patrozinium
St. Georg Vorbild und Fürsprecher

An den Festgottesdienst zu Ehren des Kirchenpatrons in der Filialkirche schloss sich ein Gedenken am Oberndorfer Kriegerdenkmal an. Bild: jzk

Das Patrozinium ihrer Kirche ist für die Oberndorfer Bevölkerung jedes Jahr ein hoher Festtag, den auch die Kemnather mitfeiern. Von der Kemnather Stadtpfarrkirche aus setzte sich am Sonntag der Kirchenzug mit Stadtpfarrer Konrad Amschl und Vorbeter Hans Steinkohl nach Oberndorf in Bewegung.

Dort empfingen Bürgermeister Werner Nickl, einige Stadträte und Vereine die Teilnehmer und begleiteten sie zur Musik der Stadtkapelle Kemnath mit Leiter Roland Sächerl zum Gotteshaus. Die Statue des heiligen Georg über dem Portal begrüßte die Gläubigen beim Eintritt in die "Urkirche" der Kemnather Pfarrei.

Die Fahnenabordnungen des Schützenvereins Silberbach Löschwitz-Kaibitz und der Feuerwehren aus Höflas und Kötzersdorf stellten sich im Altarraum auf. Eine Bildtafel zeigte den heiligen Georg beim Drachenkampf.

Gebot Jesu verwirklichen

"Die Christen in Ost und West begehen am 23. April den Gedenktag des heiligen Georg, der das Böse in der Gestalt des Drachen mit Christi Kraft niedergezwungen hat", begann Stadtpfarrer Amschl den Festgottesdienst. "Er versuchte, das Gebot Jesu, einander zu lieben, zu verwirklichen."

Als römischer Soldat habe sich Georg zum Christentum bekannt. Deshalb wurde er unter Kaiser Diokletian grausam gemartert und hingerichtet. "Dieser Heilige stellt einen herausragenden Persönlichkeitstyp dar, einen Ritter, der mit ganzer Kraft das Böse bekämpft", betonte der Geistliche. Die Gläubigen sollten ihn nicht nur als Fürsprecher in allen Nöten und Anliegen (Nothelfer) ansehen, sondern ihn auch als Vorbild im Hinblick auf ein unerschütterliches Eintreten für den Glauben.
Mesnerin Marlene Weichs-Koller trug die Lesung vor. Bei den Fürbitten betete sie darum, dass Gewalt und Verbrechen in den Medien ihre Faszination verlieren.

Die musikalische Gestaltung hatte der Kemnather Kammerchor um Josef Zaglmann übernommen. Der Chorleiter begleitete auch den Volksgesang mit den Georgsliedern und dem "Großer Gott, wir loben dich" auf der Orgel.

Nach dem Gottesdienst gedachte Konrad Amschl am Kriegerdenkmal der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege. Nach dem Choral "Ich hatt einen Kameraden" und drei Böllerschüssen von Max Popp dankte Feuerwehrvorsitzender Max Weber allen, die zu der würdigen Gestaltung des Kirchenpatroziniums beigetragen hatten. Die Musikkapelle und die Vereine ließen den Vormittag bei einem zünftigen Frühschoppen im Landgasthaus Busch in Kötzersdorf ausklingen.
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