Oldtimer tuckern im Konvoi durch Winbuch
Fendt und Lanz auf großer Fahrt

Der Fendt F 12, den Xaver Popp restauriert hat. Bilder: bjo (3)

Ein fester Bestandteil der Winbucher Kirchweih ist das Oldtimer-Treffen, das die Taubenbachtaler Oldtimerfreunde alle zwei Jahre organisieren. Heuer waren über 110 alte Fahrzeuge zu bewundern, vor dem Dorfgemeinschaftshaus und bei der Rundfahrt.

So manche Rarität gab es auf dem Feld vor dem Dorfgemeinschaftshaus zu bestaunen - von Fendt bis Schlüter. Den Besuchern bot sich ein buntes Bild, die Oldtimer erstrahlten in der Sonne, im leuchtenden Blau, aber auch im satten Rot oder im kräftigen Grün. Zum Treffen in Winbuch waren Oldtimervereine aus Högling, Schäflohe, Schlicht, Meßnerskreuth, Kallmünz, Utzenhofen und Schwend angereist. Aber auch die Gastgeber aus Winbuch waren natürlich vertreten. Die ersten Bulldogs waren bereits am frühen Sonntagmorgen auf den Festplatz getuckert. Deren Besitzer tauschten ihre Erfahrungen aus und führten so manches Fachgespräch mit Gleichgesinnten.

Um 13.50 Uhr heizte Thomas Lotter aus Schäflohe seinen Lanz (Baujahr 1939, 55 PS, 1030 ccm) an, Qualm, Rauch und lautes Bulldoggeräusch folgten. Zehn Minuten später setzte sich der lange Tross in Bewegung. Einige Teilnehmer hatten ihre Oldtimer mit Blumen geschmückt, von den Zuschauern am Straßenrand gab es viel Beifall. Stets umringt auf dem Festplatz war der Fendt F 18 (Baujahr 1949, 16 PS und 1810 Kubikzentimeter). Dessen Besitzer Vitus Schönberger erklärte, dass alles an diesem Fahrzeug noch im Originalzustand sei und dies auch so bleibe. Selbst die Lackierung wird beibehalten, "nicht mit neuer Farbe überstrichen". Die Zuschauer erlebten mit, wie lange man kurbeln musste, um den Motor zum Laufen zu bringen. Vorsitzender Xaver Popp hängte an einen Fendt F 12 GH (Baujahr 1955) einen Einscharwinkeldrehpflug an.

"Den Fendt habe ich selbst in Eglsee aus dem Wald rausgezogen, er war dabei inzwischen schon mit Bäumen bedeckt", sagte Popp und erzählte von der über einjährigen Restaurierung. Längst wird das Fahrzeug nicht mehr zum Arbeiten verwendet, sondern nur noch bei Oldtimertreffen präsentiert. "Außerdem hat das Fahrzeug den Besitzer gewechselt, ist nicht mehr in Popps Eigentum. Nach den Oldtimern war am Montag die Jugend aus Winbuch mit dem Kirwabärtreiben aktiv. Am Abend spielten "mir 3 und du", außerdem wurde der Baum verlost.
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