Papierpacken birgt "Schatz"

Nicht nachdrücklich genug könne man "die Wichtigkeit aufzeigen, alles irgendwie historisch Anmutende, bevor es unwiederbringlich verloren geht, dem Museum oder dem Stadtarchiv zur Einsicht vorzulegen", appellierte Museumsleiter Anton Heindl. Dies sollte "eine selbstverständliche Verpflichtung sein, damit nicht ein wertvoller Beleg aus der Stadtgeschichte unwiederbringlich verloren geht".

Als Anschauungsmaterial hatte er ein Päckchen mitgebracht, das dem Museum als "Zufallsfund" übergeben worden war. Das scheinbare Altpapier habe sich als eine reichhaltige Sammlung von Zeitungsunterlagen, Flugblättern und anderen Dokumenten aus "der Zeit des Aufbruchs in das unselige Dritte Reich" entpuppt. Der Stadtpfarrer der Jahre 1928 bis 1939, Franz Gottlieb Hauser, der laut Heindl "unerbittlich gegen die aufkommende Naziherrschaft in Kemnath kämpfte und deswegen nach der Nazi-Machtübernahme sogar zeitweise in der Fronveste inhaftiert war", habe diese Schriftstücke zusammengetragen: "Ein derart reicher Schatz an Schriften über Kemnath aus jenen Jahren ist nicht einmal im Stadtarchiv vorhanden." Auf Wunsch mache der HAK auch Hausbesuche und Dachbodenbegehungen. (bjp)
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