Partnerstadt Nagymányok (Ungarn)

Nagymánok (deutsch: Großmanok) liegt an der nordöstlichen Seite des Mecsek-Gebirges am südlichen Rand des Komitats Tolnau und 50 Kilometer von Pécs entfernt. Erste Aufzeichnungen über die Gemeinde stammen aus dem Jahr 1015.

Nach der Türkenherrschaft in Ungarn wurde das verarmte Dorf mit katholischen Deutschen bevölkert. Laut Stadtprospekt beträgt heute der Prozentsatz der Ungarndeutschen in Nagymányok etwa 50 Prozent. Bis Ende des 19. Jahrhundert war die Siedlung von landwirtschaftlicher Tätigkeit geprägt. Zwischen 1887 und 1964 gab es eine Steinkohleförderung, die für die Entwicklung von großer Bedeutung war.

In der Grundschule gibt es einen zweisprachigen Nationalitäten- und Musikunterricht. Das kulturelle Leben wird im Kulturhaus gefördert: Jugendblaskapelle, Amateur-Theatergruppen der Schüler, die Kinder- und Erwachsenentanzgruppen und Chöre des Ungarndeutschen Ensembles, die alte Traditionen mit Tracht und Liedgut pflegen.

Die katholische Kirche ist im Barockstil erbaut; an der Fassade sind Gedenktafeln an die beiden Weltkriege angebracht. Ein Baudenkmal ist auch das Pfarrhaus daneben. Die Heiligenstatuen Nepomuk und Wendelin, die vier Kapellen, der Kalvarienberg in der Siedlung, das Heimatmuseum der Ungarn-deutschen Bauerntradition, die evangelische Kirche mit dem Denkmal der Bergleute sowie auch die ungarische Apostelkirche sind eine Besichtigung wert.

Abends kehrt man in der "Kellerhohl" ein und probiert die Weine der Region. Dazu gibt es Kesselgulasch und Weißbrot. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben! (ptr)
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