06.12.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Passionisten-Pater Lukas Temme am Wochenende zum Diakon geweiht Späte Berufung zum Ordenspriester

Von Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller wurde am Wochenende bei einem Gottesdienst in Pielenhofen der Ordensmann Lukas Temme in den Diakonstand erhoben. Der 32-jährige Westphale lebt seit einem Vierteljahr im Kloster auf dem Miesberg. In der dortigen Kirche wird er auch am 1. Juli 2006 zum Priester geweiht.

von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

In der katholischen Kirche zählen Diakone zu den Klerikern und übernehmen gewisse Aufgaben eines Priesters. Sie verkünden das Evangelium, predigen, taufen, teilen die Kommunion aus und sprechen Segensgebete. Die Feier der Eucharistie selbst ist gewöhnlich Priestern vorbehalten.

Über einen Umweg

"Der Gedanke, Priester zu werden, war bei mir schon früh da," erinnert sich Pater Lukas, wie er bei den Passionisten heißt. Der Geistliche, der, wie er schmunzelnd definiert "aus einer normalen katholischen Familie" stammt, ist erst einmal einen "Umweg" gegangen, bevor er den theologischen Weg eingeschlagen hat. Und zwar hat er eine Gärtnerlehre hinter sich gebracht und noch ein Jahr als Gärtnergeselle gearbeitet. Dann wagte er den Bruch mit dem Leben als Handwerker. Und aus dem Hauptschulabsolventen wurde mit 20 Jahren ein Gymnasiast, der im "Haus für Priesterspätberufene" die neunjährige Gymnasialzeit in dreieinhalb Jahren mit Erfolg durchzog.

Lukas Temme zog es zu den Passionisten. Nach Studien in München und in Österreich und dem Abschluss als Magister der Theologie ist Pater Lukas seit 7. August dieses Jahres Mitglieder der Schwarzenfelder Kommunität. Sie besteht noch aus dem Rektor Pater Klaus Holzer, Pater Dr. Martin Bialas, Pater Bonaventura Pihan und Pater Klemens Hayduck.

Vom Leiden Jesu Christi

Die Passionisten sind eine katholische Ordensgemeinschaft, die 1720 durch Paul vom Kreuz gegründet wurde. Ihr Hauptmerkmal ist die besondere Verehrung des Leidens Christi. Daher auch ihr offizieller Name: Kongregation vom Leiden Jesu Christi. In Deutschland ist der Orden kaum vertreten. Konvente befinden sich in München-Pasing und Schwarzenfeld, in Regensburg unterhält die Kongregation ein Studentenwohnheim.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.