19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Pfarrer Edmund Prechtl segnet den neuen Mannschaftstransporter der Feuerwehr Ein Auto namens Birgit

Bei einer Segnung ist Wasser im Spiel. Das gilt besonders bei der Dießfurter Feuerwehr. Am Wochenende setzte die Wehr die Serie verregneter Feste fort. Die Freude übers neue Mannschaftstransportfahrzeug ließ sich die Wehr nicht nehmen. Schließlich gab es noch weitere Gründe zu Feiern.

Im Festzelt, statt vor der Kirche: Der Regen zwang die Gottesdienstbesucher zum kurzfristigen Umzug. Auf die Teilnehmerzahl hatte das schlechte Wetter aber keinen negativen Einfluss. Manche Besucher mussten sich mit Stehplätzen begnügen. Bilder: whw (2)
von Autor WHWProfil

Der 14. August 2014 ist ein besonderer Tag für die Feuerwehr Dießfurt. Seit diesem Donnerstag hat die Wehr zwei einsatztaugliche Fahrzeuge - das erste Mal in ihrer 135-jährigen Geschichte. Beim Kirchweih-Gartenfest erhielt der neue Mannschaftstransporter den kirchlichen Segen durch Pfarrer Edmund Prechtl.

Dass der Pfarrer dabei im Regen stand, ist bei der Wehr nichts Neues: Bei der Segnung der Naturbühne und des Tragkraftspritzen-Fahrzeuges 2008 war es genau so. Die Verantwortlichen verlegten den Gottesdienst kurzfristig ins Festzelt. Glücklich waren sie damit nicht, schließlich war Kirchweih. Da gehört sich die Messe zur Kapelle. So mussten Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Diakon Georg Hösl die Feier am Feuerwehrhaus zelebrieren.

Vor dem neuen Auto stand dort das Brauchtum im Mittelpunkt: Stadtpfarrer Prechtl segnete die Kräuterbuschen, die der Pfarrgemeinderat Schwarzenbach gebunden hatte. Nach dem Gottesdienst erhielt dann das Mannschaftstransportfahrzeug den Segen. Fahrzeugbraut Birgit Lorenz taufte mit einer standesgemäßen Sektdusche das Auto auf den Namen Birgit. Beide wünschten der Wehr allzeit gute Fahrt und Heimkehr.

Selbst finanziert

Schirmherr und Bürgermeister Werner Walberer dankte der Wehr für den Einsatz und die Eigenleistungen. Er sei sich sicher, dass dieses Fahrzeug bei dieser Wehr in den besten Händen ist. "Normalerweise übergibt der Bürgermeister den Fahrzeugschlüssel an die Feuerwehr", erklärte anschließend Wehr-Vorsitzender Hermann Lorenz. "Diesmal machen wir es anders." Weil der Feuerwehr-Verein das Fahrzeug aus eigenen finanziellen Mitteln angeschafft und aufbereitet hat, übergab Vorsitzender Lorenz den Schlüssel an den Bürgermeister und dieser reichte ihn weiter an Kommandant Konrad Helgert.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl beglückwünschte die Stadt Pressath zu dieser Dorffeuerwehr und die Wehr zum neuen Fahrzeug. Es gibt reichlich Anlässe, um heute in Dießfurt zu feiern, betonte Nickl: 135. Gründungsjubiläum, 35 Jahre Jugendfeuerwehr, Weihe des Mannschaftstransportfahrzeuges und Kirchweih. "Da kann auch das Wetter nichts dran ändern." Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer war für den Kreisfeuerwehrverband gekommen.

Vorsitzender Hermann Lorenz erinnerte an die Geschichte der Wehr. Er dankte Ehrenkommandant Hans Dietl für die Gründung der Jugendwehr. Der jetzige Kommandanten Konrad Helgert habe das gebrauchte Fahrzeug im Internet ausfindig gemacht und den Vorstand überzeugt, es zu kaufen. Bereits eine Woche nach diesem Beschluss meldeten die Verantwortlichen das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle an. Bei mehreren Arbeitseinsätzen passten Mitglieder das Fahrzeug den Anforderungen an. Dank des Engagements der Wehrleute blieben die Kosten im Rahmen.

Guter Besuch trotz Regens

Mit dem Besuch beim Gartenfest im Zelt war der Feuerwehrverein trotz des kühlen, regnerischen Wetters zufrieden. Neben den Ehrengästen waren Abordnungen vieler Vereine und Verbände vertreten. Den ganzen Tag hielt die Wehr für sie Köstlichkeiten bereit.

Die Musikkapelle Dießfurt unter der Leitung von Werner Schreml spielte beim Frühschoppen und danach wieder ab 16 Uhr auf der Naturbühne. Böhmische Blasmusik, Solostücke sowie moderne Arrangements unterhielten die Gäste bis in die Dunkelheit. Das Dießfurter Hammerschloss bot dazu eine eindrucksvolle Kulisse. Vorsitzender Hermann Lorenz zollte besonders den Helfern an den Verkaufsständen sowie den Bedienungen großes Lob, die wegen des starken Regens immer wieder improvisieren mussten und sich die gute Laune nicht vermiesen ließen.

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