03.06.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Pfarrer Gudapati zelebrierte Festmesse zu "125 Jahre Feuerwehr Wittschau/Preppach" - 4000 Gäste Wie Gott immer in Bereitschaft

Der erste Sonntag im Juni wird nicht nur in die Vereinsgeschichte der Feuerwehr Wittschau/Preppach eingehen, sondern weit darüber hinaus im Gedächtnis bleiben. Der im Vorfeld versprochene "Große Festzug" wurde es auch. Fast 4000 Zuschauer kamen, um die über 100 Gruppen zu bestaunen.

Die Festdamen, -burschen und -kinder waren beim Festzug ein Hingucker. Bild: sl
von Sieglinde SchärtlProfil

Es ist nicht verwunderlich, dass Wittschau landkreisübergreifend zum Anziehungspunkt wurde, denn der Festausschuss und alle Dorfbewohnern hatte ein Fest vorbereitet, das seinesgleichen sucht. Hier war an alles gedacht und bis ins kleinste Detail organisiert.

Vier Kapellen begleiteten die Vereine und Gruppen, Wagen und Zugmaschinen und die vielen Festdamen der Jubelwehr, des Patenvereins Losau/Schiltern und der weiteren Wehren durch die Ortschaft. Diese waren mit ihren Festkleidern der Glanz des Festzuges. Den Zug führten die Jubelwehr-Verantwortlichen, Schirmfrau MdB Marianne Schieder und Ehrenschirmherr Anton Kappl, die Pfarrer Moses Gudapati und Markus Ertl sowie Kreisbrandrat Richard Meier an.

Bilder: Sieglinde Schärtl

Die Ehrenpaten aus Lerau hatten ihre alte Feuerwehrspritze von 1890 dabei, die Ehrenvorsitzender Josef Federl mit seinem Fendt transportierte. Die alte Spritze der Wehr aus Lohma zog ein Fendt neueren Baujahres. Ansonsten war der Festzug mit einer Oldtimervorführung von Zugmaschinen bestückt. Am Fendt Diesel-Ross war die Drehleiter der Leuchtenberger Wehr angehängt und sogar ein zu einem Löschfahrzeug umgebauter Kinderroller war zu bestaunen. Der Cylinder-Club aus Floß führte einen überdimensionalen Zylinder, der OWV Leuchtenberg die "größte Burganlage der Oberpfalz" mit. Hinter einem Kutschwagen mit den drei Dorfältesten reihten sich die Festdamen der Jubelwehr von 1971 und 1989 ein. Auch Sport- und KLJB-Gruppen, Burschen- und Schützenvereine und viele Kinder marschierten mit.

Festzelt viel zu klein

Das Festzelt, für 1400 Mann ausgerichtet, konnte die Menschenmenge nicht fassen. Selbst im Freigelände reichte der Platz nicht. Vorsitzender Klaus Beierl verkündete mit Recht: "Das ist Spitze." Auch die Kaffeestube mit über 10 Kilo fair gehandeltem Frauenbund-Kaffee sowie 100 Kuchen und Torten war berstend voll.

Die 125-Jahr-Feier begann mit dem Weckruf, dem Abholen der Festbraut Katrin Baier an ihrem Elternhaus. Eine Abordnung mit Vorsitzendem Beierl, Festleiter Tobias Stangl, Kommandant Hermann Federl, Vize Albert Stangl, Schieder und Kappl bat sie zum Fest. Bereits am Kirchenzug hatten sich rund 20 Vereine beteiligt, um im Festzelt mit Pfarrer Gudapati den Gottesdienst zu feiern. "Gott und die Feuerwehr werden von vielen nur in der Not wahrgenommen. Die Feuerwehr hat immer Dauerbereitschaft", meinte der Geistliche in seiner Predigt. Die Festdamen, -burschen und -kinder trugen die Lesungen und Fürbitten vor.

Nach der Segnung der restaurierten Vereinsfahne der Jubelwehr hefteten die Festbraut, die Festdamen der Patenvereine und die Schirmfrau Fahnenbänder an. Schieder und Kappl nahmen als Dauergäste an den drei Festtagen ihre Schirmherrschaft sehr genau. "In großartiger Weise findet hier in beiden Orten ein Dorfleben statt, das prägt", lobte Schieder. "Dies war ein gelungenes Fest." Kappl überreichte eine von seiner Lourdeswallfahrt mitgebrachte Kerze für die Wittschauer Kapelle. Vizelandrätin Margit Kirzinger stellte heraus, dass es ganz etwas besonders sei, Feuerwehrfrau und -mann zu sein und lobte die gute Jugendarbeit. MdL Annette Karl würdigte den Dienst der Wehren am Nächsten.

Tradition weitertragen

Die einstige Schirmherrin von 1971, Maria Geiss-Wittmann MdL a.D., lobte die "Solidarität und Kameradschaft dieser Wehr, die ein solches Fest verdient und dazu noch am heutigen Tag, dem Weltkulturerbe-Tag. Tragt dieses Erbe weiter".

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Alles rund um die Jubiläumsfeierlichkeiten:

http://www.oberpfalznetz.de/wittschau

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