Pfarrer Hans Riedl spricht beim Glaubensseminar über das Geheimnis hinter der Eucharistiefeier
"Das christliche Mysterium"

Zum Vortrag "Die Feier des christlichen Mysteriums" hatten die Pfarrgemeinderäte von Neusorg und Pullenreuth ins Kolpinghaus geladen. Zum Glaubensseminar begrüßte Irene Ritter neben Referent Pfarrer Hans Riedl aus Neusorg auch Diakon Harald Schraml, Neusorgs Pfarrgemeinderatssprecher Stefan Roth und eine ganze Reihe von Zuhörern.

Schwer zu übersetzen

Riedl erklärte, dass sich das Wort Mysterium nicht einfach ins Deutsche übersetzen lasse. Der Ausdruck "Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren" bringe es am besten auf den Punkt. Es könne auch mit "vom sichtbaren Brot und Wein zum unsichtbaren Leib und Blut Christi" gedeutet werden. Auch Augustinus zitierte Riedl: "Vor dem Kommen Christi war das Fleisch und Blut seines Opfers in den geschlachteten Opfertieren im Voraus schattenhaft abgebildet. In der Passion Christi wurden die Typen durch das wahre Opfer erfüllt; seit der Himmelfahrt Christi wird dieses Opfer im Sakrament erinnert."

Demnach gebe es Vorformen von Christis Opfer. Dazu gehörten der anstelle von Isaak geschlachtete Widder und das Pascha-Lamm beim Auszug aus Ägypten, aber auch die Tiere, die im Tempel geschlachtet und Gott dargebracht wurden. Das Hochgebet in der Messe erinnere daran.

Zeitenwende

"Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen", habe Paulus gesagt. Jesus rief den Jüngern zu, sie sollten ihm folgen, er wollte sie zu Menschenfischern machen. Mit Johannes ende die alte Zeit. Mit den Aposteln beginne die Zukunft.

Seit der Himmelfahrt Christi werde hieran erinnert - nicht nur im Gedächtnis. Das, woran erinnert wird, sei gegenwärtig. In der Messe heißt es im dritten Hochgebet: "Darum feiern wir das Gedächtnis", erklärte der Priester. Das Alte Testament führe zu Jesus und mit den Emmausjüngern finde die Grundform der heiligen Messe statt. Schon der heilige Augustinus sagte, dass das Neue Testament im alten verborgen ist und durch das Neue Testament der Sinn des Alten Testaments offenbar wird.

Das Volk werde befähigt, Liturgie zu feiern und es ist durch das Wort Gottes geeint. Die Sakramente seien für Christen heilsnotwendig, schloss der Geistliche. Pfarrgemeinderatssprecherin Irene Ritter dankte Pfarrer Riedl für den interessanten Vortrag.
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