26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Pfarrer i. R. BGR Andreas Simmeth verstorben - Segensreiches Wirken als Hausgeistlicher Er hinterlässt eine große Lücke

Die Pfarrei Bruck trauert um einen beliebten Seelsorger. Am Sonntag verkündete Pfarrer Helmut Brunner beim Abendgottesdienst in der Seniorenheimkapelle, dass der Hausgeistliche Pfarrer i.R. BGR Andreas Simmeth überraschend verstorben sei. Eine Woche vorher zelebrierten beide Priester noch gemeinsam die Abendmesse.

Pfarrer i. R. und BGR Andreas Simmeth an seinem 100. Geburtstag mit dem damaligen Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller. Bild: mos
von Monika SchächererProfil

BGR Andreas Simmeth wurde am 28. November 1911 in Kirchenrohrbach geboren. Am 19. März 1938 empfing er die Priesterweihe. Es folgten Ka- planstellen in Tiefenbach und Schönsee. Von 1944 bis 1950 war Simmeth als Pfarrer in Oberwarmenstein und von 1950 bis 1977 in Wettzell tätig. Von 1977 bis 1996 verbrachte Pfarrer Simmeth seinen Ruhestand in Lam und war vor allem für die Familienferienstätte der Kolpingsfamilie in Lambach zuständig.

Von Harmonie geprägt

Am 1. April 1996 kam Pfarrer Andreas Simmeth als Hausgeistlicher in das Seniorenheim St. Elisabeth nach Bruck. Er feierte mit der Hausgemeinschaft die Gottesdienste und spendete die Krankensalbung, hatte stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Heimbewohner, Besucher und Mitarbeiter. Pfarrer Simmeth war bis ins hohe Alter ein vorbildlicher und leidenschaftlicher Seelsorger, der in der ganzen Pfarrgemeinde überaus geschätzt wurde. Er wird eine große Lücke im Seniorenheim St. Elisabeth und in der Pfarrgemeinde hinterlassen. Am Donnerstag findet Pfarrer Simmeth seine letzte Ruhestätte im Priestergrab in Bruck.

Bürgermeister Hans Frankl, zurzeit im Urlaub, betonte, das Verhältnis zum rüstigen Geistlichen sei stets sehr gut und von Harmonie geprägt gewesen. Das Wirken von Pfarrer Simmeth habe der politischen Gemeinde sehr gut getan. "Er war der erste und bisher einzige männliche Brucker Bürger, der seinen 100. Geburtstag und weitere darüber hinaus, feiern konnte", so Frankl. Er habe einen festen Platz in der Historie des Marktes Bruck.

Bestens informiert

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer betonte: "Durch seine offene Art herrschte stets eine harmonische Zusammenarbeit mit der weltlichen Führung der Gemeinde. Trotz seines hohen Alters war er über aktuelle Geschehnisse bestens informiert und interessiert. Er war ein sehr angenehmer Gesprächspartner."

Annette Forster, Heimleiterin des Seniorenheimes St. Elisabeth, trat ebenfalls 1996 ihren Dienst als Heimleiterin an. In dieser ganzen Zeit sei BGR Simmeth jederzeit für die Bewohner und auch für die Mitarbeiter da gewesen. Gabriele Scharl, Mesnerin im Seniorenheim, wird den Verstorbenen ebenfalls in bester Erinnerung behalten. Die Ministranten kämen gerne in das Seniorenheim. Auch für sie habe er stets ein offenes Ohr bewiesen.

Sehr einfühlsam

Christa Schwarzfischer, Pfarrgemeinderatssprecherin, Kommunionhelferin und Enkelin der ebenfalls 1911 geborenen Karolina Schwarzfischer: "Pfarrer Simmeth war sehr einfühlsam. Er hat immer gefragt, wie es einem geht. Die Arbeit der Kommunionhelfer im Seniorenheim hat Pfarrer Simmeth sehr geschätzt. Er war ein Seelsorger mit Leib und Seele."

Am heutigen Mittwoch findet um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Ägidius der Rosenkranz statt. Um 18 Uhr folgt am Friedhof die Aussegnung. Am Donnerstag um 13.30 Uhr wird in der Pfarrkirche der Rosenkranz gebetet, um 14 Uhr schließt sich das Requiem mit Beerdigung an. Für die Seniorenheimbewohner wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Gottesdienst in der Hauskapelle angeboten, um Pfarrer i. R. BGR Andreas Simmeth zu gedenken.

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