Pfarrer Karl Wohlgut: Mit Humor geht alles besser
Lächeln verschenken

"Ohne Freude kann der Mensch nicht leben. Mit jedem Ärger geht ein Stück Freude verloren. Der Heitere ist der Meister seiner Seele." Mit seinem Vortrag "Christliche Freude im Alltag" beleuchtete Monsignore Karl Wohlgut (77) vor der KAB Kaltenbrunn und Dürnast den tiefsten Sinn des Lebens, auch anhand von Begebenheiten und Erlebnissen.

Ein humorvolles Wort genüge, die Atmosphäre zu entgiften und zu verwandeln. "Mit Humor geht alles besser, Freude öffnet das Herz", betonte der Diözesanpräses der ARGE Frauen- und Müttervereine. "Noch nie gab es soviel Freizeit, Genussmittel und Drogen, so bequeme Verkehrsmittel und hohen Lebensstandard. Noch nie gab es so viele unglückliche Menschen, gescheiterte Ehen, zerrüttete Familien und noch nie gab es so wenig Freude", stellte Wohlgut fest.

"Der Humorvolle ist sich der Not, des Leidens und des Bösen in der Welt durchaus bewusst, aber er weiß, dass sie nicht die letzten Tatsachen des Lebens sind." Jeder müsse seinen Weg zum Himmel finden, Grundtenor müsse die Freude als die Mutter der Tugenden und der Vater jeglicher Leistung sein, fuhr Wohlgut fort. "Wenn Christen Humor haben, wollen sie durchaus kritisch sein. Humor will dem anderen die Freude nicht verderben, will nicht spöttisch, ironisch, sarkastisch oder zynisch sein. Das wäre lieblos und hätte allenfalls mit Schadenfreude zu tun", unterstrich der Pfarrer.
"Lächeln sei nur etwas wert, wenn es verschenkt werde", zitierte Wohlgut Mahatma Gandhi. Und von Theresia von Lisieux stamme der Ausspruch: Die Freude steckt nicht in den Dingen, sondern im Innersten der Seele. Jeder Tag habe seine eigene Plage, aber auch seine kleinen Freuden, die es aufzupicken gelte. Es seien die Kleinigkeiten, über die wir uns oft heftig aufregten oder die uns Freude bereiteten, sagte Wohlgut. Es komme immer auf den Standpunkt an, von dem aus man die Sache betrachte.
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