10.08.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Poetry-Sounds-Duo Dietmar Liehr und Andreas Skowronek in Kulturwerkstatt Kalmreuth Augsburger Klassentreffen

Für Irene Fritz war es eine Art Heimspiel. Das Duo Dietmar Liehr und Andreas Skowronek aus Augsburg waren ihrer Einladung gefolgt und reiste aus Fritz' Heimatstadt in die Oberpfalz. In der Kulturwerkstatt Kalmreuth führten Liehr und Skowronek ihr Programm "Poems & Prayers" erstmals außerhalb der Schwabenmetropole auf. Die familiäre Atmosphäre der Kulturwerkstatt eignete sich prima für das doch sehr persönliche Programm der beiden Künstler.

von Autor UNNProfil

Skowronek, der als Journalist arbeitet, schreibt seit 30 Jahren Gedichte. Darin verarbeitet er Erfahrungen und Erlebnisse, wie beispielsweise bei "Tod der Unsicherheit". In dem Kurzgedicht setzt er sich mit seinem Studienjahr in den USA auseinander, seiner "nachgeholten Sturm-und-Drang-Zeit", wie er schmunzelnd verrät.

Liehr ist sowohl Grafiker als auch semi-professioneller Jazz-Gitarrist. Für ihn ist die Musik eine Möglichkeit, Gefühle und Empfindungen auszudrücken. Er kennt Irene Fritz seit der Schulzeit und war schon öfter zu Gast in Floß .

Das neu erarbeitete "Poetry-Sounds-Konzept" des Duos verzichtet bewusst auf visuelle oder zusätzliche Effekte. "Damit die Gedichte und Lieder für sich stehen können", erklärt Skowronek. Dadurch entfalten sich Musik und Worte besser, so dass auch Zwischentöne bewusster erfasst werden. Liehr spielt zu jedem Gedichtblock Songs von Bob Dylan, Leonhard Cohen, Radiohead und vielen anderen. Am Samstagabend lauschten rund 30 Gäste, darunter auch einige Amerikaner, andächtig den leisen Tönen der beiden, die laut Fritz relativ spontan nach Kalmreuth gekommen waren.
Skowronek bekam mehrfach Zwischenapplaus für seine einfühlsamen deutschen und englischen Gedichte. Liehr, der seine Songs immer auf die Texte Skowroneks abstimmte, konnte auch einen Musikwunsch von Hausherr Werner Fritz erfüllen. Er spielte Wolfgang Ambros' "Die Kinettn wo i schlof" und hatte auch gleich eine Anekdote dazu parat: "Vor zirka 15 Jahren habe ich Wolfgang Ambros auf der Flosser Kirwa zum letzten Mal persönlich getroffen. Deswegen wollte ich hier unbedingt etwas von ihm spielen."

Dem festen Programm der zwei folgte zum Ausklang eine Jam-Session mit Open End. Dazu waren eigens befreundete Musiker aus Augsburg mitgereist.

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