24.02.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Politisches Frühschoppen zum Wahlkampfauftakt: "Vorbach 2020" der Freien Wähler enthält zwölf ... "Gemeinde liebens- und lebenswert erhalten"

Dorfladen, Arztpraxis, Wasserversorgung: Das sind die drei wichtigsten Themen, die die Freien Wähler in ihrem Wahlprogramm aufgreifen. "Freie Mittel müssen in die Infrastruktur investiert werden", betonte Bürgermeister Werner Roder (am Rednerpult) außerdem. Bild: ly
von Autor LYProfil

Eng ging es zu bei der ersten Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Vorbach-Oberbibrach-Höflas (FWG): Vorsitzender Eduard Stopfer freute sich beim politischen Frühschoppen im Kapellenstüberl über den guten Besuch. Neben Landratskandidat Manfred Plößner sowie den Kreistagskandidaten Hubert Schmidt (Eschenbach) und Reinhold Wiesner (Grafenwöhr) waren auch zahlreiche Gemeinderatsbewerber der FWG anwesend.

Ebenfalls gekommen waren Hans Groher und Dr. Alexander Goller, die für die CSU für den Gemeinderat kandidieren. "Wir haben ein gutes Klima im Vorbacher Gemeinderat. Und dies soll auch künftig so bleiben - unabhängig von der künftigen Zusammensetzung", merkte Bürgermeister Werner Roder dazu an.

Dritter Bürgermeister Gerd Retzer und Vorsitzender Eduard Stopfer blickten auf das Wahlprogramm des Jahres 2008 zurück. Neun von zehn Zielen seien ganz oder teilweise umgesetzt worden, erklärten sie. Insgesamt habe die Kommune seitdem über 3,2 Millionen Euro investiert. Trotz der hohen Investitionen sei die Verschuldung weiter kontinuierlich abgebaut worden. Aktuell habe die Gemeinde nur noch Verbindlichkeiten von knapp 40 000 Euro.

Solide Finanzen als Basis

Nicht umgesetzt werden konnte der Punkt "Nachbarschaftliche Bürgerallianzen fördern". Auch an der Seniorenbegleitung wollen die Freien Wähler arbeiten und zudem das Ehrenamt unterstützen. Manfred Hörl, der Höflaser Gemeinderatskandidat, und Bürgermeister Werner Roder erläuterten das neue Wahlprogramm der FWG.

Es trägt den Namen "Vorbach 2020" und enthält zwölf Ziele für die nächste Wahlperiode. "Die Basis sind solide Finanzen", rief Roder zum nachhaltigen Handeln auf: "Freie Mittel müssen in die Infrastruktur investiert werden, um die Gemeinde liebens- und lebenswert zu erhalten."

Als großes Thema führen die Freien Wähler in ihrem Wahlprogramm die Wasserversorgung an. Um die Versorgungssicherheit zu verbessern, brauche es eine Ringleitung und einen Notverbund mit einem Nachbarversorger, erläuterte der Bürgermeister. Auch stehe die Sanierung des Brunnens I an.

Die Freien Wähler wollen sich auch für einen Allgemeinarzt in der Gemeinde einsetzen. "Ein Arzt vor Ort ist eine wesentliche Stärkung der Infrastruktur und der Lebensqualität, gerade auch für ältere Mitbürger", erklärte Hörl. Wenn keine Praxis realisiert werden könne, solle es zumindest eine Filiale geben, in der Patienten an mehreren Tagen in der Woche vor Ort behandelt werden können.
Ziel sei es zudem, einen Dorfladen in Vorbach einzurichten. Nachdem in Oberbibrach das letzte Lebensmittelgeschäft im Gemeindebereich geschlossen habe, sei der Bedarf akut geworden. "Wenn der Markt versagt, muss man zur Selbsthilfe greifen", stellte Roder fest.

Mit Zuschüssen locken

Statt großer neuer Baugebiete wollen die Freien Wähler der Innenentwicklung den Vorrang geben. Für Generalsanierungen und Neubauten in den alten Ortskernen soll es finanzielle Anreize geben. Manfred Hörl sprach sich schließlich für eine Fortführung des Radwegs von Vorbach über Oberbibrach nach Speinshart aus.

Hans Kraus, früherer Gemeinderat und langjähriger Vorsitzender des Kapellenvereins, lobte den Ausbau des Feldwegs von Höflas in Richtung Funkendorf. Er betonte, wie wichtig es sei, die Ortsstraße zu sanieren. "Wenn das in den nächsten Jahren gelingt, sind die Höflaser zufrieden."

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