31.08.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Polizeiarbeit in einem Zug

An fünf Tagen hat sich das 3. Ausbildungsseminar der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung über rechtliches und taktisch zweckmäßiges Einschreiten in und an Zügen informiert - unter Beachtung der besonderen Gefahren im Bahnbetrieb. Als Ausbilder fungierte der Polizeitrainer der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen.

Festnahme, Fesselung und Abtransport von Störern im vollen Zug - das stand im Mittelpunkt des praktischen Trainings. Bild: BePo
von Redaktion OnetzProfil

Bereits zum wiederholten Male nutzte ein Ausbildungsseminar der Bereitschaftspolizei des Standortes Sulzbach-Rosenberg die Fachkompetenz der Bundespolizei für bahnpolizeiliche Belange. Man ließ die künftigen Einsatzkräfte durch Polizeitrainer der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen fortbilden. Die Absprachen im Vorfeld zwischen Ersten Polizeihauptkommissar Wolfgang Richnowski, Leiter des 3. Ausbildungsseminars, und Polizeioberrat Stephan Schrottenbaum, Leiter der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen, gestalteten sich wieder unbürokratisch.

Training im Betriebswerk

Es machte sich jeweils eine Klasse mit etwa 25 künftigen Polizeibeamten unter Leitung ihrer Einsatztrainerin Polizeihauptmeisterin Stefanie Fleck auf den Weg nach Schwandorf zum Betriebswerk der Länderbahn. Dessen Leiter stellte für die Fortbildung wieder Unterrichtsraum sowie Triebwagen bereit. In der theoretischen Einweisung erläuterte der verantwortliche Polizeitrainer, Polizeihauptkommissar Ernst Feuerer, den Auszubildenden die besonderen Gefahren im Bahnbereich. Er wies sie auf das richtige Verhalten im Gleisbereich hin und stimmte auf die anschließenden praktischen Übungssituationen ein. Dort unterstützten Polizeihauptmeister Markus Weigl und im Wechsel Polizeihauptkommissar Martin Huber und Polizeihauptkommissar Andreas Mühlberger beide Polizeitrainer.

Eine Herausforderung

In diesen zwei Stunden schöpften die Bundespolizisten aus einem reichen Erfahrungsschatz. Beginnend beim einfachen Gespräch über Platzverweis, Festnahme, Fesselung und Durchsuchung bis zum Abtransport einer festgenommenen Person zeigten die Trainer der Bundespolizei die Besonderheiten der Einsatzsituation auf. Dabei wurde deutlich, dass gerade in voll besetzten Zügen gewaltbereite Störer zur besonderen Herausforderung werden können.

Am Ende stellte Hauptkommissar Feuerer den Auszubildenden ein gutes Zeugnis aus. Er lobte die engagierte Mitarbeit und guten Kenntnisse aus dem Polizeieinsatztraining, die ihnen ihre Ausbilderin Stefanie Fleck bisher vermittelt hatte.

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