06.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Probleme mit Kreisstraßenentwässerung Thema beim CSU-Bürgergespräch Stadt hat für Kanal kein Geld

von Autor ISProfil

Der schlechte Zustand der Kreisstraße, die durch das Dorf führt, war Hauptthema der Diskussion beim Bürgergespräch der CSU-Stadtratsfraktion in der Gastwirtschaft Schwärzer. Kritisiert wurde vor allem, dass seit dem Kanalbau inzwischen drei Jahre verstrichen sind, in denen sich nichts getan habe: "Wir leiden unter dem Lärm der Kiesfahrzeuge, die durch das Dorf fahren und wegen des schlechten Straßenzustandes noch lauter sind als normal", hieß es. Energisch forderten die Versammlungsbesucher Abhilfe.

Schwierige Topographie

Bürgermeister Anton Gareis erinnerte, beim Kanalbau habe keine Oberflächenentwässerung stattgefunden. Das Wasser der Kreisstraße sei immer auf die angrenzenden Grundstücke gelaufen. Die Wiesen hätten das Wasser "verkraftet". Seit aber im besonders neuralgischen Bereich ein Wohnhaus errichtet wurde, sammle sich das Oberflächenwasser jetzt auf der Kreisstraße.

Gareis: "Deshalb wurde schon während des Kanalbaues eine Lösung gesucht. Aber die technischen Voraussetzungen sind, bedingt durch die Topographie, sehr schwierig." Die Strecke in den Vorfluter habe fast kein Gefälle, daher konnte das zuständige Straßenbauamt lange Jahre keine befriedigende Lösung finden. Erst im vergangenen Jahr sei auf nochmalige Initiative der Stadt umgeplant worden. Die Stadt soll das Ergebnis nun verwirklichen. Ihre finanzielle Lage ist nach Worten des Bürgermeisters aber so angespannt, dass sich der Bau des Straßenentwässerungskanals nochmals verschieben könne.

"Wir werden aber versuchen, das Projekt in Angriff zu nehmen, wenn es irgendwie geht", versicherten die CSU Stadträte. Dabei soll auch ein Teil der Wasserleitung ausgewechselt werden.

Ein weiterer Punkt der Diskussion war der Bebauungsplan für den Kiesabbau zwischen Troschelhammer und Dießfurt. Vor allem Grundstücksbesitzer hatten sich massiv gegen das Vorhaben ausgesprochen. Ein Teil des geplanten Abbaugebietes war im Zuge der "raumordnerischen Beurteilung" als Gebiet für den Naturschutz festgelegt worden.

Entscheidung im März

Die befürchtete Wertminderung ist für die Grundstücksbesitzer der Hauptgrund, den Bebauungsplan abzulehnen. Anton Gareis kündigte an, der Stadtrat werde die Angelegenheit in der März-Sitzung nochmals aufgreifen und entscheiden, ob das Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan fortgesetzt wird.

Die Abgrenzung des neuen FFH-Schutzgebietes, vor allem im Bereich der Haidenaabauen, sind vielen Troschelhammerern ein Dorn im Auge. Auch hier werden Nutzungseinschränkungen befürchtet. "Die Stadtverwaltung soll uns in unserem Kampf gegen dieses Schutzgebiet unterstützen", wurde gebeten. Dem stimmte Bürgermeister Anton Gareis zwar zu. Er gab aber zu bedenken, dass auch die Eigentümer selbst tätig werden müssten. Nicht alles könne von der Verwaltung erledigt werden.

Engpässe beim Wasser

Heftig kritisiert wurde der Zustand der Wasserversorgung. Während der Weihnachtsfeiertage sei es zu Versorgungsproblemen in Troschelhammer gekommen, wurde beklagt. Auch würden die Hydranten nicht mehr so gut wie früher gewartet.

Bürgermeister Gareis entgegnete, die Wartung der Unter- und Oberflurhydranten werde in anderen Ortschaften von den Feuerwehren erledigt. Wegen der Versorgungsengpässe zu Weihnachten müsse er vor einer konkreten Äußerung erst mit dem Wasserwart Rücksprache nehmen.

Jochen Graser regte an, entlang des Gerätehauses, wo die Feuerwehr heuer einen neuen Kinderspielplatz schaffen will, ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer anzuordnen. Mit diesem Antrag werde sich zu gegebener Zeit der Bauausschuss der Stadt befassen, versprach der Bürgermeister.

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