10.10.2009 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Pursrucker Kirwa feiert gelungenes Comeback - 13 Paare tanzen den 35-Meter-Baum aus Wiederauferstehung nach 15 Jahren

von Autor (gri)Profil

Wenn es je ein gelungenes Comeback gegeben hat, dann das der Pursrucker Kirwa: 15 Jahre nachdem in dem Ort das letzte Mal ein Kirwabaum ausgetanzt worden ist, knüpften die Burschen und Moidln an den alten Brauch an und ließen die schon gestorben geglaubte Kirwa wieder auferstehen.

Drei Tage lang feierten die 13 Kirwapaare mit Hunderten von Gästen nach allen Regeln der Kunst. Vor mehr als 100 Zuschauern ging am Samstagnachmittag das Baumaufstellen über die Bühne. Die Burschen und Männer mussten kräftig anschieben, um den 35-Meter-Riesen aus dem Wald von Franz Fruth in die Höhe zu wuchten. Während sie draußen an den Schwalben schwitzten, bereitete Braumeister Ludwig Birkmann aus Naabeck drinnen im Zelt alles für den Bieranstich vor.

Die Spannung war groß: Würde sich das Festzelt füllen? Als die Leute in Scharen an den Ort des Geschehens strömten und die Band "Mir Drei und Du" aufspielte, fiel alle Anspannung von Kirwachef Werner Gottschalk und Oberkirwabursch Markus Schäffer ab. Bürgermeister Norbert Probst zapfte das erste Fass mit drei wuchtigen Schlägen an und die beiden Organisatoren bedankten sich bei allen, die bei den Vorbereitungen geholfen haben.
Feierlich begann der Kirwasonntag. Pfarrer und Ministranten holten die Kirwapaare am Dorfplatz ab, um gemeinsam zur Kirche zu ziehen. Am Nachmittag tanzten die Paare dann nach altem Brauch den Kirwabaum aus, wobei Markus Schäffer seine Bewährungsprobe mit Bravour meisterte. Er stimmte alle Schnodahipfl auswendig an, obwohl dies seine allererste Kirwa war. Die Tanzproben in den vergangenen Wochen hatten sich gelohnt. Unter dem Kirwabaum und begleitet von den "Hehnersteberern" machten die Paare allesamt eine ausgezeichnete Figur.

Während die "Kirzagrodn" am Abend zünftig aufspielten, kartelten die Kirwaburschen aus, auf wen von ihnen am Montag das Amt des Kirwabären zufiel. Markus Schäffer kristallisierte sich dabei als geeignet heraus, zum Treiber wurde Markus Schadl gekürt. Ab Montagmittag zogen Bär, Treiber und die ganze Kirwameute durch das Dorf - so wie es früher auch schon in Pursruck war. Und so wie früher gab es wieder reichlich Gelegenheit zum Einkehren.

Die Kapelle "Royal" brachte das Zelt am Montagabend noch einmal richtig schön zum Wanken. Bei der Verlosung des Kirwabaums blieb das Glück den Pursruckern treu. Willi Donhauser hatte das Glückslos gezogen. "Das gibt noch einmal ein zünftiges Fest", versprach er den Kirwaleuten und setzte damit das i-Tüpferl auf eine rundum gelungene Kirwa in Pursruck.

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