Räte diskutieren Entwurf für Anwesen in Unterer Vorstadt
Sinn oder Unsinn?

Kontrovers diskutiert wurde über die exemplarische Entwurfsplanung in der Unteren Vorstadt, die das Architektenbüro "em" in Amberg entwerfen soll. Während Dr. Edmund Goß (SPD) mit seiner Fraktion "die Entwicklung einer Vision" begrüßte, sprach Martin Weiß (FW/AA) von einer "nicht sinnvollen" Planung. Man sollte die Anwesen 24, 26 und 28 wegreißen und etwas Neues bauen.

Unter Denkmalschutz

Bürgermeister Joachim Neuß sprach davon, dass es für das Haus Nr. 26 keine Abrissgenehmigung geben würde, da dieses unter Denkmalschutz stehe. Außerdem wären die neuen Entwürfe nur eine Erweiterung einer bereits vorhandenen Planung durch die Architekten Meiller und Ernst. Diese könnten dann jedem weiteren Bauwerk in der Unteren Vorstadt "übergestülpt" werden und hielten sich mit einem Pauschalhonorar von knapp 10 000 Euro auch in finanziellen Grenzen.

"Ich brauche keine Belehrungen", reagierte Martin Weiß gereizt in Richtung Rathauschef und meinte: "Das ist für alte Häuser nicht möglich." Neuß konterte, dass in dem allgemeinen exemplarischen Entwurf auch seniorengerechte Punkte wie Barrierefreiheit oder die Höhe der Türstöcke beschrieben würden, die auch auf andere Gebäude angewendet werden können.

Weiß ließ sich nicht überzeugen und stimmte auch als Einziger gegen die Vergabe an das Architekturbüro. 19 Räte gaben aber ihr positives Votum, so dass Urban Meiller und Johann Ernst nun tätig werden können.
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