"Reflektor" setzt Kreuze-Weg fort

Pfarrer Klaus Eberius segnete das neue Kreuz, was den Künstler Stefan Wischnewski sehr freute. Bild: tpl
Der Kreuze-Weg ist um ein weiteres Exemplar gewachsen. Am Sonntag wurde die freie Interpretation des Kreuz-Motivs mit dem Namen "Reflektor" beim Asphaltkapellenfest feierlich gesegnet.

Auf den ersten Blick sieht man es dem Kunstwerk nicht an, dass es aus Vierkantholz besteht. Komplett verpackt mit Warndreieck-Reflektoren hat es je nach Tageszeit und Wetter ein anderes Gesicht. Das Kreuz strahlt Licht bevorzugt in die Richtung zurück, aus der es kommt. Die rötlichen Reflektoren stehen sinnbildlich für Leben, Energie, Wärme, Freude, Leidenschaft und Liebe. Künstler Stefan Wischnewski, der das neue Flurkreuz gebaut und dem Verein der Freunde der Glyptothek gespendet hat, freute sich über den kirchlichen Segen von Pfarrer Klaus Eberius. "Ich finde es toll, dass eine künstlerische Arbeit gesegnet wird."

Gewidmet wurde das Kreuz dem im Jahr 1900 in Rottendorf geborenen Priester Josef Losch (Etsdorf gehörte bis 2001 zur Pfarrei Rottendorf). Er wurde im November 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 29. Januar 1945 in Berlin wegen seiner aufrechten Gesinnung und Predigten gegen die NSDAP hingerichtet.
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