15.09.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Riesenjubel bei Schütz

Österreich war der Ausgangspunkt für diesen tollen Erfolg in Dänemark. Die Oberpfälzerin Adelheid Schütz holte bei der Radsport-WM der Amateure Gold für Deutschland. Und dann gab es noch eine Überraschung.

Adelheid Schütz (Mitte) lässt sich auch von der Zweit- und Drittplatzierten feiern. Die Radsportlerin vom VC Corona Weiden gewann das WM-Zeitfahren der Amateure im dänischen Hobro. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Hobro (Dänemark). Sie fuhr wie ein Profi: Adelheid Schütz (VC Corona Weiden gewann bei der Zeitfahr-WM der Amateure im dänischen Hobro das Gesamtklassement der Frauen.

Durch einen Sieg bei den Zeitfahrmeisterschaften der World-Masters-Cycling-Federation in St. Johann in Tirol hatte die Zeitfahrspezialistin des VC Corona das Ticket für Dänemark gelöst.

Nach Testfahrten auf der Strecke am Renntag riet Renningenieur Rainer Völkl, ein weniger Seitenwind anfälliges Laufrad zu verwenden und tauschte noch die Spezialbremsklötze an der Rennmaschine. Die Strecke war mit 200 Höhenmetern, 17 Kurven, böigem Wind und auch ein paar Regentropfen technisch nicht einfach, aber es gab auch lange gerade Streckenabschnitte, um richtig Schwung aufzunehmen

Durch einen beherzten Antritt am ersten Berg gelang es Schütz, die vor ihr gestartete Dänin und eine Mexikanerin zu überholen. Von da an bekam sie einen Race Marshall als ständigen Begleiter, der alle Überholvorgänge kontrollierte. Den am ersten Berg erworbenen Vorsprung konnte sie über die gesamte Renndauer konservieren beziehungsweise noch ausbauen, wie die live übertragenen Zwischenzeiten der einzelnen Lichtschranken bewiesen. Groß war der Jubel, als Schütz mit neuer Streckenbestzeit über die Ziellinie rollte. Die geplante Renneinteilung war total aufgegangen.

Absolutes Highlight war für die Siegerin, dass Jeannie Longo-Ciprelli, die während ihrer aktiven Karriere 13 olympische Medaillen gewann, Schütz nach dem Rennen besuchte, um ihr zur Tagesbestzeit bei den 110 gewerteten Frauen zu gratulieren. Longo-Ciprelli selbst hatte die hart umkämpfte Altersklasse 55 bis 59 gewonnen."

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