19.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"San2 & His Soul Patrol" begeistern auf dem Schafferhof - Ungewöhnliche Mischung: Tenne hat den Blues

Der Schafferhof hatte wieder einmal den Blues: Am Freitagabend spielten sich "San2 & His Soul Patrol" auf der Bühne der voll besetzten Tenne durch die Welt des Rhythm, Blues und Soul.

von Hans PremProfil

Die vier Musiker um Frontmann Daniel Gall alias "San2" entpuppten sich dabei als echte Clubband und überzeugten mit einer in dieser Form selten gehörten Mischung aus modernem Blues, gemischt mit groovigem Funk.

Eng an eng saßen die Zuschauer im Schafferhof. Sänger "San2", der auch die Harmonika blies, Siggi Bartos (Gitarre und Gesang), Nick Flade (Keybord, er ersetzte an diesem Abend Stammkeyborder Gerd Kölbl), Phil Sebastian (Bass) und Tom Peroutka (Drums) fühlten sich von Anfang an sichtlich wohl, in dieser an einen Club erinnernden Atmosphäre. Sie legten mit klassischen Stücken wie "Vodoo Blues" und "Good morning little schoolgirl" mächtig los.

Die erfrischend modernen Blues-Arrangements klangen für eine weiße Band außergewöhnlich schwarz, so auch der Klassiker "The Hoochie Coochie Man" oder die eigenen Stücke wie "Rock me" und "Gut für mich" von der "san2 best of"-CD. Daran hatte Keyborder Nick Flade mit seinen Sounds nicht unerheblichen Anteil.

Das Sagen auf der Bühne hatte eindeutig "San2" mit seiner alle Facetten des Blues umfassenden Stimme, mal streichelnd, mal blues-soulig markant. Er zelebrierte eine selten gehörte feurige Bluesharp, so dass man manchmal meinen konnte, er verschlucke sie gemeinsam mit dem Mikro. Spätestens bei Soul von Al Green und Marvin Gaye sprang der Funke auch auf das bis dahin eher brav applaudierende Publikum über.

Dies lag nicht zuletzt daran, dass der Frontmann auch ein talentierter Entertainer ist, der sich auch mal unter die tanzenden Mädels mischte, mit seiner Harp durch die Reihen marschierte, oder zum Mitsingen animierte. Zudem lieferte er eine reife Bühnenshow, verfiel immer wieder in wilde Zuckungen und tänzelte wie einst James Brown über die Bühne.

Die Zuhörer freuten sich über ein über zweistündiges Konzert mit modernem Blues, wie man ihn nicht oft zu hören bekommt, und Soul mit tollen Grooves. Sie ließen die Musiker, die sich als homogene Einheit mit einem herausragenden Frontman präsentierten, erst nach einer Zugabe von der Bühne.

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