31.05.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Sanierung der Pfarrstraße wird "ertragen" Zeit überbrücken

Die Sanierung der Pfarrstraße in Auerbach ist in vollem Gange. Nach zwei Bauabschnitten wird sie ein stark verändertes Gesicht zeigen und das einheitliche Bild in der Innenstadt ergänzen. Einschränkungen müssen zurzeit die Geschäftsleute in der Pfarrstraße hinnehmen, nehmen die Baustelle vor ihren Türen aber mehrheitlich gelassen.

Sand, Schotter und Bagger bestimmen derzeit das Bild in der Pfarrstraße. Die Geschäftsleute und die Anwohner ertragen die Beeinträchtigungen mehr oder weniger geduldig. Bild: kek
von Autor KEKProfil

"Es ist ein Glück, dass man noch weitgehend durchfahren kann", sagt Elisabeth Hess. Die Schuhhändlerin ist erfreut darüber, dass die Sanierung der Pfarrstraße in zwei Bauabschnitten gemacht wird, was die Belastung für die Geschäftsleute reduziert.

Keine Einbahnregelung

Allerdings wüssten viele noch nicht, dass die Einbahnstraßenregelung an der Rognerkreuzung aufgehoben ist und man von dort aus in die Pfarrstraße einfahren, parken und bei Bedarf über die Kirchstraße wieder ausfahren kann. Und außerdem hat die Stadt die Möglichkeit gelassen, dass so lange wie möglich noch ein Gehsteig vorhanden ist. Geht es dann an dessen Sanierung soll die Erreichbarkeit der Geschäfte durch Fußgängerbrücken gewährleistet werden.

Für Elisabeth Hess bedeutet die Sanierung der Pfarrstraße "eine optische Aufwertung" und sei wichtig für "ein einheitliches Stadtbild". Beruhigend für sie: Dass die Parkplätze erhalten bleiben. Durch eine andere Anordnung - es soll künftig quer anstatt längs zur Straße geparkt werden, soll nach den Entwürfen von Landschaftsarchitekten Josef Garnhartner die Anzahl der Parkplätze steigen. "Eine Kleinstadt ist auf Parkplätze angewiesen", so Hess.
Genauso wie sie, kann auch Eva-Maria Lindenberger-Kaufmann vom benachbarten Modehaus noch nicht abschätzen, ob es spürbare Umsatzeinbußen geben wird. "Der Zugang zum Geschäft ist relativ gut", sagt Lindenberger-Kaufmann. Sie hat mit mehr Problemen in dieser Hinsicht gerechnet und ist überrascht von einer rücksichtsvollen Planung und Bauausführung. Sie sieht die Innenstadtsanierung positiv: "Das trägt auf jeden Fall zum Wohlfühlen in der Stadt bei". Eventuelle Umsatzeinbußen nimmt sie gelassen: "Das ist immer so, wenn etwas gebaut wird und man kann sich ja darauf einstellen". Augenoptikermeister Hans Nüßlein zählt in seinem Geschäft weniger Kunden, das ist für ihn aber nicht von Relevanz. "Ich hab in dem Sinn keine Laufkundschaft, Kunden die zu mir wollen, kommen auch". Auch er sieht die Sanierung positiv.

Ein "Baustellenrabatt"

Während man in der Modeboutique D&S-Fashion mit einen Baustellenrabatt etwaig sinkende Kundenströme auffangen möchte, hat Silvia Bärmüller im benachbarten Paket-Shop diese Möglichkeit nicht. Sie registriert deutlich weniger Kundschaft. Klar: In ihr Geschäft bringt man auch schwere Pakete und ein Parken vor der Geschäftstüre ist zurzeit nicht möglich.
Erschwerend käme hinzu, dass die Fahrer des Paketdienstes nicht vor das Geschäft fahren können. "Ich mach drei Vaterunser, wenn die Bauzeit vorüber ist", sagt Bärmüller. Wäre es nach ihr gegangen, hätte es eine Sanierung der Pfarrstraße nicht gebraucht: "Eine neue Teerdecke hätte gereicht".

Währenddessen gibt es eine gute Nachricht für jene, die der Schließung des Café Postillons nachtrauern: Bernhard Hinteregger aus Welluck wird das Lokal weiterführen, sagt Ex-Wirtin Monika Bock. Noch in diesem Sommer soll das Café wieder eröffnet werden, dann in einer sanierten Umgebung.

Wenn der erste Sanierungsabschnitt der Pfarrstraße fertig ist, wird man von der Einmündung der Kirchstraße bis zur Rognerkreuzung weitersanieren.

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