21.05.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Schönbuchen das Ziel - Legende um Mutter-Gottes-Statue Kolping-Wallfahrt mit Rad

Präses Kaplan Konrad Maria Ackermann hielt eine Andacht, die mit dem gemeinsamen Absingen der Bayernhymne endete. Bild: slu
von Autor SLUProfil

Die Radwallfahrt der Kolpingsfamilie führte zur Wallfahrtskapelle Schönbuchen. Diese Kapelle hat das Patrozinium der Gottesmutter Maria, gehört zur Filiale Dautersdorf und liegt in der Pfarrei Thanstein.

Der Legende nach suchte ein Hafner aus der Gegend in größter Gewittersnot unter der Buche Schutz. Er brachte als Gelöbnis für die Errettung eine selbstgefertigte, rohe Nachbildung der Altöttinger Mutter Gottes an. Im Wuchs schloss der Baum die Figur völlig ein, so dass sich die Legende bildete, sie sei aus ihm herausgewachsen. Man brachte die Figur mehrmals in die Kirche von Dautersdorf, anderntags war sie wieder am Baum.

So baute man wohl im 17. Jahrhundert die einfache Kapelle, die sich sehr gefällig in das Landschaftsbild einpasst. Die Besucherzahl muss zu allen Zeiten groß gewesen sein, da die Kapelle schon zweimal verlängert wurde. 1921 brach die 600 Jahre alte Buche zusammen und richtete erheblichen Schaden an.

1956 wurde auf halber Höhe nach Dautersdorf - am Ende der Kreuzwegstationen, die 1894 eingeweiht wurden - eine kunstvolle Kreuzigungsgruppe gestiftet. Vor wenigen Jahren wurde die Kapelle renoviert, auf dem Festplatz neben der Kapelle wurden ein Volksaltar und ein Ambo aus Findlingen errichtet, dahinter ein wertvolles Feldkreuz aufgestellt, und der Festplatz wurde terrassenförmig erweitert.
Eine beträchtliche Anzahl von Kolpingssöhnen und -töchtern machten sich zusammen mit Pfarrer Alfons Kaufmann bei herrlichem Wetter auf den Weg, um auf der von der B 22 abgelegenen Strecke das Ziel der Wallfahrt anzusteuern. "Betreut" wurden sie vom Vorsitzenden Michael Herzog von einem Begleitfahrzeug aus. In der Kapelle hielt Präses Kaplan Konrad Maria Ackermann eine Andacht, die mit dem gemeinsamen Absingen der Bayernhymne endete. Nach der Einkehr auf der Terrasse des Gasthauses Ring in Dautersdorf wurde die Rückfahrt angetreten.

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