Schülerlotsen machen sich rar

Überrascht zeigte sich zweiter Bürgermeister Karl Lorenz bei der Eröffnung des Infostands der Polizei (siehe Artikel oben) von der Zunahme der alkoholbedingten Unfälle und der Fahrten unter Alkoholeinfluss. Da Kontrollen nicht ausreichten, gelte es "an die Jugendlichen ranzukommen". Positiv wertete Lorenz die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit im Stadtgebiet.

Hans Bscherer, der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht, bedauerte es, dass die Zahl der Schülerlotsen im Betreuungsgebiet von 100 auf 25 zurückgegangen sei. Unverständnis zeigte er angesichts der "Hilflosigkeit, wenn Ampeln oder Verkehrszeichen entfernt werden". An Architekten appellierte er, bei Straßenbaumaßnahmen abgesenkte Bordsteine einzuplanen. Dadurch würden Verkehrszeichen überflüssig.

Polizeioberkommissar Christian Simon beklagte, dass die Verkehrsmoral häufig verloren gegangen sei: Viele Egoisten seien auf den Straßen unterwegs. Als Grund für die Parkplatznöte auf dem Stadtplatz nannte er die Dauerparker. Die Polizei könne das Problem allein nicht lösen, erklärte er und sprach die Möglichkeit einer kommunalen Verkehrsüberwachung an. Diese - vor Jahren bereits einmal Thema im Stadtrat - sei jetzt in Pressath eingeführt worden.
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