Schwarzwild bereitet den Jagdgenossen Probleme
Mehr Grünlandschäden

Halten sich die Schäden durch Wildschweine an Kartoffel- und Maisfeldern in Grenzen, sind sie auf Wiesen stellenweise doch erheblich. Und wie kann man sie einvernehmlich regeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Jagdgenossen.

Bei seinem Rechenschaftsbericht appellierte Vorsitzender Johann Reng deshalb besonders an die Landwirte, bei Schadensregulierungen den üblichen Meldeweg einzuhalten und mit den Jagdpächtern unbedingt Verbindung aufzunehmen, um zu einer verständnisvollen Lösung zu kommen. "Es ist in unserem eigenen Interesse, dass wir ein gutes Verhältnis zu den Jägern pflegen, dass sie weiterhin Interesse an unseren Revieren haben", bekräftigte Reng. Deshalb schlug er auch vor, bei aufgewühlten Grünflächen zum Eingleichen den sogenannten "Büffel" einzusetzen, eine Maschine, die die Wiesenschäden beseitigt und zugleich Grassamen einbringt, wenn nötig. Die Kosten müssten Landwirte und Jäger zu gleichen Teilen tragen.

Weiter berichtete Reng von teils beträchtlichen Verbissschäden besonders beim Laubgehölz. Daher werde die Abschussquote im Jagdbogen Nord auf vier Rehe pro 100 Hektar und in den Bögen Ost und West auf fünf pro 100 Hektar erhöht. Diesen Abschuss empfehle ein erstelltes Verbissgutachten. Bezüglich der Verwendung des Jagdpachtschillings schlug Reng vor, dass nach Abzug der Verwaltungskosten zwei Euro pro Hektar ausbezahlt würden und der Rest für Wegebau verwendet werde. Dieser Vorschlag fand Zustimmung.
Bernhard Kraus legte in Vertretung der Jägerschaft die Abschusszahlen dar und berichtete von der erfüllten Abschussquote bei Rehen, von 29 erlegten Wildschweinen, 25 Füchsen und einigen Kormoranen und Fischreihern. Er lobte die allgemein gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und wünschte sich das auch weiter so. In Sachen Wildschädenregulierung empfahl Bürgermeister Sepp Reindl ein Ziehen an einem Strang.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.