Siebter gemeinsamer Unterrichtstag mit US-Schülern
"Welcome Netzaberg"

"Das heutige Treffen soll kein Unterricht sein. Lasst uns gemeinsam Spaß haben." Mit diesem Aufruf wandte sich Konrektor Günther Wiehle zum inzwischen siebten Mal an eine muntere Gemeinschaft von Kindern und Jugendlichen der Markus-Gottwalt-Schule und der US-Elementary-School Netzaberg. Der Stundenplan bei der Schülerbegegnung enthielt neben dem Faktor Spaß aber durchaus auch weiterbildende Inhalte.

"Welcome Netzaberg": Willkommensschilder sowie deutsche und amerikanische Fahnen ließen in den Markus-Gottwalt-Schulen auf einen nicht alltäglichen Unterrichtstag schließen: In den fünften und sechsten Klassen standen Aktivitäten mit gleichaltrigen Schülern der benachbarten US-Grundschule an. Die gemeinsamen Unterrichtstage sind ein Herzensanliegen der Netzaberger Deutschlehrerin Manuela Bergosh. Seit der Premiere 2010 sind sie zu einer Tradition geworden.

Paarweise auf den Plätzen

"Freunde sollten sich regelmäßig treffen", betonte Konrektor Günther Wiehle in der Aula. Die Markus-Gottwald-Schule freue sich, erneut Buben und Mädchen der Partnerschule zu Gast zu haben. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die Schüler viel voneinander lernen könnten, und übermittelte Grüße von Bürgermeister Peter Lehr und Rektor Otmar Buchmann. Zum Willkommen spielte die Flötengruppe der ersten und zweiten Klassen "Der Kuckuck und der Esel". Es folgte das Wolfgang-Süß-Lied "Grüß' di' und Servus und Habe-die-Ehr. Dass wir uns heut' sehen, freut mich sehr". Dann ging's ab in die Klassenzimmer. Die deutschen Lehrkräfte hatten Namenskärtchen für je ein Schülerpaar vorbereitet und ließen zum Beispiel Martha und Denise oder gar Nico und Nico sich gegenübersitzend Platz nehmen. Bei der Kennenlernaktion stellte sich jeder in der jeweils anderen Sprache vor.

Papierflieger falten

Vier attraktive Unterrichtsstunden folgten. Eine davon glich einem Flugwettbewerb: Aus DIN-A4-Blättern waren Flieger zu falten. Schrittweise demonstrierte Ernst Schmutterer, wie dabei vorzugehen war. Einleitend hatte er mit Zeichnungen und kleinen Modellen über die Anfänge der Luftfahrt ab Otto Lilienthal informiert. Im Chemieraum war Christian Stierstorfer, Bezirksgeschäftsführer des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), als Lehrkraft tätig. Er stellte die Bekassine als "Vogel des Jahres" vor und erläuterte Aufgaben und Arbeit des LBV.

In der Pause stürmten die Schüler das vom Elternbeirat im Seminarraum vorbereitete Kuchenbüfett. Manduela Bergosh zeigt sich sehr stolz auf die Kooperation der beiden Bildungseinrichtungen, deren Schüler sich bereits seit Längerem nicht nur brieflich austauschen. "Unsere Kinder waren sehr aufgeregt, die deutsche Schule kennen zu lernen", erklärte die Deutschlehrerin, die mit Bürgermeister Peter Lehr einen regen Gedankenaustausch pflegte. Sie sprach eine Gegeneinladung für das Sportfest in Netzaberg aus. Nach dem Würstchenessen und einem Tanz der sechsten Klassen verabschiedeten sich die jungen Amerikaner mit "Thank you and Good Bye".
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