03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Spaziergang von "Steinwald sagt nein" mit Revierförster Wolfgang Schödel entlang des geplanten ... Schneise bedroht Tier- und Pflanzenwelt

Revierförster Wolfgang Schödel hatte mit der Bürgerinitiative "Steinwald sagt nein" zur Trassenführung eingeladen. Mit dabei war Pullenreuths zweite Bürgermeisterin Gabriele Hawranek. Bild: lpp
von Autor LPPProfil

Rund 120 Meter breite Schneisen im Steinwald hat Revierförster Wolfgang Schödel mit gelben Bändern markiert. Sie demonstrieren den Verlauf der geplanten Gleichstromtrasse durch die Region. Im Ferienprogramm hatte er mit der Bürgerinitiative "Steinwald sagt nein" Kinder mit ihren Eltern eingeladen, ihn bei einem Spaziergang entlang des Trassenkorridors zu begleiten. Am Wanderparkplatz in Harlachberg startete das Unternehmen und führte vorbei am Geisterwald.

Erst beim Abschreiten wurde allen klar, wie breit die benötigte, in den Wald geschlagene Schneise sein wird, sollten die rund 70 Meter hohen Masten im Steinwald aufgestellt werden. Der Revierförster verdeutlichte das komplexe Zusammenspiel von Wald, Tier- und Pflanzenwelt. Wird ein bestehender Waldrand mit seinem natürlichen Bewuchs abgeschlagen, wäre der dahinter liegende Hochwald schutzlos dem Borkenkäfer und Stürmen ausgesetzt. Windbruch und der Borkenkäfer vernichten weitere Flächen.

Bei der Wanderung zeigte Schödel den Kindern heimische Gehölze wie die Buche und Tanne, "neu" in der Region gepflanzte Baumarten wie die Fichte, Douglasie und Lärche. Vorbei an vor Generationen gepflanzten Hainen ging es abwärts in Richtung Glasschleif. Immer wieder kreuzten die Wanderer die markierte Trasse und erfuhren von der Bedrohung der Trinkwasserversorgung durch das Projekt. Auf dem Kulturbuan veranschaulichte Schödel die Problematik anhand eines kurzen Bildervortrages, welchen der Specht-Fritz begleitete.

Abschließend forderte der Revierförster den weiteren Einsatz aller gegen die Monstertrasse. "Das ist wichtig", betonte er. Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer der Begehung Würstchen am Lagerfeuer grillen. Zweite Bürgermeisterin Gabriele Hawranek dankte dem Förster für seinen engagierten Einsatz und die auch für Kinder sehr verständliche Führung.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp