SPD geht in Sachen Hauptstraße erneut auf Distanz zu Christlich-Sozialen
CSU auf dem Holzweg?

Pressath (flf) Die Zukunft der Alstadt nahm bei der Hauptversammlung der SPD im Gasthof Heining großen Raum ein. Kein Wunder: Sieht der Vorstand hier doch das vorrangige Ziel der nächsten Jahre. Dass die Genossen dabei ganz andere Vorstellungen als die CSU der Haidenaabstadt haben, machten sie bei der Versammlung auch deutlich.

Ortsvereinsvorsitzender Bernhard Stangl eröffnete die Versammlung mit einem Gruß an Landtagskandidat Berthold Kellner und Bürgermeister Konrad Merkl. Neben dem Dank an den Vorstand und Kellners Vortrag (Bericht folgt) ging es vor allem um die Möglichkeiten der Altstadtsanierung und die zukünftige Altstadtentwicklung. Dass sie dabei ganz andere Vorstellungen als die Pressather CSU haben, machte die SPD mehr als deutlich.

Keine Patentlösungen

"Der Erhalt, die Sanierung und die Entwicklung der Pressather Altstadt muss vorrangiges Ziel der SPD bleiben", so Stangl. Sicher gebe es keine Patentlösung. "Aber es gibt viele Bausteine für eine zukunftsfähige Planung und Entwicklung." Neben der Sanierung der Straßen, einem Verkehrswegekonzept und der Altstadtförderung nannte der Vorsitzende die Abstufung der Hauptstraße zur Gemeindestraße "einen wichtigen Mosaikstein" des Gesamtkonzepts und ging damit erneut deutlich auf Distanz zur CSU.

Die Verweise der Schwarzen auf die Kosten für Schneeräumen, Baum-und Grünpflege und sonstigen Unterhalt ließ Stangl nicht gelten. Auch der Verweis auf die Schirmitzer Ortsdurchfahrt als gelungenes Beispiel einer Kreisstraßensanierung überzeuge ihn keineswegs. "Dass Kosten auf die Stadt zukommen, ist sicherlich richtig." Kosten fürs Schneeräumen und die Grünpflege seien aber Nebensache, wenn damit die "Chancen für eine zukünftige Altstadtentwicklung" verbunden seien. Anders sähe es aus, wenn auch Erschließungkosten anfielen.
Dass die Sanierung in Schirmitz gelungen sei, wollte Stangl nicht bestreiten. Die Pressather SPD habe sich im vergangenen Jahr bei einem Treffen mit verantwortlichen Planern und der Schirmitzer SPD vor Ort überzeugt. Dabei sei aber auch deutlich geworden, dass Schirmitz und Pressath zu vergleichen, einem Vergleich von Äpfeln und Birnen gleich komme. "Schirmitz hat nahezu keinen Ortskern. Die Kreisstraße dient als Abkürzung und Durchgangsstraße für Weiden und das angrenzende Umland." Dies lasse sich am Verkehrsaufkommen sehr gut ablesen. Die Straße wurde auch saniert, weil die Kanalisation in einem sehr schlechten Zustand war. Die Kreisstraße wäre ohnehin fast auf der gesamten Länge aufgegraben worden. Deshalb entschloss sich der Landkreis für die Generalsanierung.

Andere Voraussetzungen

In Pressath seien die Voraussetzungen anders. "Um unser Pressath weiterzuentwickeln, brauchen wir die Planungshoheit über unseren Ortskern und damit über die Hauptstraße." Die Straße werde "Hauptschlagader der Stadt bleiben", aber sie müsse den Bedürfnissen angepasst werden. Durch den Bau der Umgehung sei die Bedeutung als Durchgangsstraße nicht mehr so groß. Stattdessen diene sie als Verbindung mit den umliegenden Orten und soll mehr Bedeutung als Lebensbereich für die Innenstadt erhalten. "Die Einbeziehung der Hauptstraße in ein zukunftsfähiges Entwicklungskonzept ist notwendig und im Interesse der gesamten Pressather Bürgerschaft."
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