11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Speinshart. Aus dem Gemeinderat

von Redaktion OnetzProfil

(do) Die Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft Kulmregion" soll die Zusammenarbeit der Gemeinden am Rauhen Kulm verbessern und den Zugang zu Fördergeld aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) erleichtern. Derzeit sind 15 Städte und Gemeinden in der Aktionsgemeinschaft vertreten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung warb Bürgermeister Albert Nickl für den Beitritt.

Förderfähig nannte Nickl "Investitionen in die Revitalisierung besonders sanierungswürdiger Gebäude, die Belebung des kulturellen Erbes, die Museumsförderung und die Anlage kommunaler Grünzonen". Voraussetzung für die Antragstellung ist ein Rahmenkonzept. Die Vergabe für 41 650 Euro an das Büro Geoplan in Bayreuth sei bereits erfolgt . Bei 70 Prozent staatlicher Förderung und einer Aufteilung der Restkosten nach Einwohnerzahl rechnet der Bürgermeister mit Kosten von 500 Euro für die Gemeinde. Der Rat stimmte zu.

In Münchsreuth ist verkehrsmäßig der Alltag eingekehrt, bemerkte Albert Nickl. Der Bürgermeister berichtete vom Abschluss der Kanalbau- und Wasserleitungsarbeiten und bescheinigte dem Tiefbauunternehmen Zeitler aus Kemnath "gute Arbeit". Damit sei die Voraussetzung für die Sanierung der Kreisstraßen-Ortsdurchfahrt im kommenden Jahr geschaffen. Gute Nachrichten gab es für die Barbaraberger. Der Bürgermeister berichtete von einer Zustandskontrolle der Straße zum Barbaraberg. Er versprach, die Ausbauplanung zu forcieren. Nickl rechnet mit einer Finanzierung und Sanierung im kommenden Jahr.

Das neue Förderprogramm der staatlichen Breitbandoffensive nutzt auch die Gemeinde. 1,5 Milliarden Euro stellt der Freistaat insgesamt bereit. Nach dem Anschluss der Hauptorte Tremmersdorf und Speinshart möchte der Gemeinderat davon Mittel für den Anschluss der Ortsteile. "Speinshart kann mit einer Förderung von 80 Prozent rechnen", teilte der Bürgermeister mit. Die Höchstförderung liegt bei 840 000 Euro. Als nächsten Planungsschritt folgt die Markterkundung durch das Fachbüro IKD aus Regensburg.

Das Einvernehmen der Gemeinde erteilte das Gremium drei Bauanträgen. Stefan Geigenmüller plant in Münchsreuth die Erneuerung des Daches auf der Garage. Dem Pultdach soll ein Satteldach folgen. Die Gebäudehöhe wird sich verändern. "In nächster Nähe der Kapelle hätte die neue Satteldachlösung niedriger ausfallen können", bemerkte der Bürgermeister. Michael Ott aus Haselbrunn plant den Abbruch des alten Wohnhauses. Ein Neubau für ein Einfamilien-Wohnhaus in Holzbauweise soll folgen.

Als Bauvoranfrage behandelte der Gemeinderat den Plan von Thomas Sticht, in Tremmersdorf ein landwirtschaftliches Nebengebäude zu errichten. Der Landwirt möchte in einer neuen Halle Hackschnitzel und landwirtschaftliche Gerätschaften unterbringen. Ein Anschluss an die öffentliche Wasserleitung und an den Abwasserkanal ist nicht beabsichtigt. Über die Genehmigungsfreiheit des Projektes im Außenbereich müsse das Landratsamt entscheiden, bemerkte Nickl. Diese sei von der sogenannten Privilegierung des Baubewerbers abhängig.

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