25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Sportfreunde wählen Hans Ullmann zum Nachfolger - Wenig Jugendliche im Tischtennisverein Harald Gattinger gibt Vorsitz ab

Bei den Sportfreunden Bruck wurde ein großer Umbruch vollzogen. Harald Gattinger, der seit der Gründung 1996 den Vorsitz des Tischtennisvereins inne hatte, gab die Geschäfte an Hans Ullmann weiter. Neben den sportlichen Aspekten standen die großen Verdienste Gattingers um sein "Lebenswerk Sportfreunde 96" im Mittelpunkt der Vollversammlung im "Meislsaal".

Pers.Nr. 14229 Mit freundlichen Grüßen Gerd Habermeier
von Autor HBRProfil

Neben den Sportlern begrüßte Gattinger besonders MdL Joachim Hanisch und zweiten Bürgermeister Robert Feuerer, ehe er auf die sportliche Situation im Verein einging. "Ein Jahr der Gegensätze" liege hinter dem Veren. Bei den Herren lief die Saison bei vielen Mannschaften unerwartet gut. Hier spielte das Aushängeschild des Vereins, die erste Herrenmannschaft bis Mitte der Rückrunde noch um den Aufstieg in die Oberpfalzliga mit. Doch letztlich musste man sich mit einen guten Rang zufrieden geben. Sehr erfreulich sei der Aufstieg der 3. Herren in die 2. Kreisliga gewesen. Unerwartet gut schnitten auch beiden weiteren Herren-Teams ab, die wider erwarten nichts mit dem Abstieg zu tun hatten und ihre Ligen souverän hielten.

Keine Jugendteam

Mit einem "blauen Auge" kamen die beiden Damenmannschaften davon, die zwar sportlich abgestiegen waren, jedoch am "grünen Tisch" ihre Ligazugehörigkeit behielten. Bei seinem Blick über den Jugendbereich der Sportfreunde legten sich Schatten über die Versammlung, denn erstmals seit Bestehen konnte keine Jugendmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet werden. Gattinger erinnerte daran, dass man zu "guten Zeiten" acht Jugendmannschaften (1997/1998) am Start hatte. Für die nahe Zukunft herrscht jedoch Hoffnung, da man seit längerer Zeit knapp zehn Bambini im Trainingsbetrieb habe. In der Nachwuchsarbeit hofft man auf einen weiteren Schub durch den Umbau der Mehrzweckhalle.

Anhand der Mitgliederstatistik zeigte er die fast schon dramatische Entwicklung im Jugendbereich auf. 16 Jugendlichen stehen 78 Erwachsenen gegenüber. Zum Vergleich konnte man im Jahr 2001 noch auf 145 Mitglieder zählen, die sich auf 94 Erwachsene und 51 Jugendliche verteilten. Zum Abschluss seiner Vorstandslaufbahn schoss sich Gattinger auf den BLSV ein. Ganz und gar nicht einverstanden zeigte er sich mit dessen Vorgaben in Bezug auf die Vereins-Mindestbeiträge, welche für die Erwachsenen 50 Euro betragen sollen. "Wir haben bislang unsere Beiträge stabil gehalten und schaffen es durch die Einnahme von nicht zweckgebundenen Geldern, diese auch zu halten. Förderungen durch den Staat erhalten wir sowieso nur noch für den Übungsleiter und selbst diese Gelder wurden erheblich gekürzt", so Gattinger Im Anschluss berichteten Sportleiter Hans Ullmann und Jugendwart Bernd Meier über ihre Ressorts (Bericht folgt).

Verein geprägt

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer zeigte sich beeindruckt von der sportlichen Bilanz und machte den Verantwortlichen Mut. Es sei völlig normal, dass auch mal ein "Durchhänger" komme. Er verwies auf ähnliche Probleme im Jugendbereich bei anderen Vereinen. Besonders stellte er das "beeindruckende Schaffen" Gattingers heraus, der den Verein nach der Abspaltung von der Spielvereinigung Bruck gründete und seitdem als Vorsitzender anführte. "In diesen 18 Jahren hast Du den Verein geprägt", so Feuerer.

In die gleiche Kerbe schlug MdL Joachim Hanisch. Er machte den Erfolg der Sportfreunde an der Person Gattingers fest, der mit seinem Team immer wieder neue Ideen entwickelt habe. Durch ssein stetes Engagement habe er sich ein "Lebenswerk geschaffen", so Hanisch.

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