06.09.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Staatssekretär Spitzner (CSU) verschafft sich Überblick über prekäre Verkehrssituation im Markt Neue Ausfahrt ins Industriegebiet?

Aufgrund der prekären Verkehrssituation im Markt wandte sich Bürgermeister Georg Butz nun in einem Schreiben an Staatssekretär Hans Spitzner (CSU). Am Donnerstagnachmittag war der Staatssekretär im Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium zu Besuch im Markt, um sich persönlich einen Überblick über die teilweise chaotischen Verhältnisse zu schaffen.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

In seinem vierseitigen Brief an den Staat machte Butz noch einmal die schier unerträgliche Verkehrslage, die seit der Osterweiterung der Europäischen Union im Markt herrscht, deutlich und plädierte abermals für eine rasche Fertigstellung der A 6. "Jeder Tag, an dem die Autobahn früher fertig wird, bedeutet Entlastung", so Butz, der den Staatssekretär um die Unterstützung bat, einen vordringlichen Ausbau zu erreichen, oder zumindest einen verbindlichen Termin für die Verkehrsfreigabe zu nennen.

Butz schlug außerdem vor, die Ausfahrt Schiltern auch nach der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Wernberg noch nicht freizugeben, weil damit zu rechnen sei, dass viele Lkw weiterhin den kürzesten Weg in Richtung Nürnberg wählen. Und das wäre abermals durch den Markt. Ein für Spitzner sinnvoller Vorschlag: "Wir müssen sehen, dass der Verkehr so gering wie möglich gehalten wird".

Doch das Problem besteht nicht nur in der hohen Verkehrsbelastung, sondern auch in den Schäden die durch eben diese verursacht werden. Butz nannte Abwasserschächte oder Wasserleitungseinrichtung im Zuge der Ortsdurchfahrt, die der hohen Belastung nicht standhalten und dann auf Kosten der Gemeinde repariert werden müssten. Nicht zu vergessen: Die Situation im Industriegebiet, das zahlreiche Brummifahrer als Parkplatz nützen. Auch hier weisen die Gehwege bereits deutliche Schäden auf und liegt laut Butz oftmals Unrat auf der Straße, der ebenfalls wieder auf Gemeindekosten - sprich, zu Lasten der Bürger - entsorgt werden müsste.

Um Unterstützung bat das Marktoberhaupt den Staatssekretär beim Bestreben des Marktes, eine zusätzliche Autobahnausfahrt in das Industriegebiet zu schaffen. Das Straßenbauamt verlange von der Marktgemeinde eine etwa 500 Meter lange Parallelstraße zur B 14, die dann in die überörtliche Straße mündet. Diese Straße führt laut Butz auf einer Strecke von 300 Metern durch einen als Naturpark geschützten Grundstücksbereich. Die Finanzierung wäre auch nur mit einer entsprechenden Wirtschaftsförderung möglich. Schließlich stellte Butz noch den Vorschlag in den Raum, die Conrad-Kreuzung zu einem Kreisverkehr umzubauen. Ein entsprechender Antrag ist vom Markt bereits gestellt worden.

Spitzner, der sich im Industriegebiet einen Eindruck über die Verkehrslage verschaffte, sicherte dem Bürgermeister seine Unterstützung bei diesen Vorhaben zu. Vordringlichstes Ziel müsse es jetzt sein, die Autobahn fertig zu stellen. "Ich kann nur hoffen, dass die Aussage von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) Wirklichkeit wird und die Autobahn 2008 durchgängig befahrbar ist", sagte der Staatssekretär. Zwar hätte er momentan keinen Grund, daran zu zweifeln, aber die Situation im Bundesverkehrshaushalt sei völlig unbefriedigend. "Es reicht bei Weitem nicht aus, um alles zu machen, was nötig wäre".

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