Stadtrat berät über Integriertes Handlungskonzept von Nürnberger Planungsbüro - Impulse setzen
Auf dem Weg zur "vitalen Vorstadt"

Im Dezember 2010 begann das Planungsbüro "Projekt4" aus Nürnberg mit der Arbeit am Integrierten Handlungskonzept (IHK) für die Stadt Auerbach. Das Programmgebiet "Soziale Stadt" in seinem Ergebnis lag dem Stadtrat bei der Klausurtagung am 16. März vor. In seiner Sitzung am Mittwoch Abend ging es nun um die Befürwortung.

Nach einer Bestandsanalyse und der Ausarbeitung der Handlungsfelder wurden städtebauliche und sozialplanerische Bereiche bearbeitet und Potenzial sowie Missstände aufgezeigt. Dies wurde über die Altstadt hinaus eruiert. Vor allem in den Bereichen Obere- und Untere Vorstadt stellten die Planer einen besonderen Entwicklungsbedarf fest.

Das IHK dient als Grundlage für das zukünftige Handeln und den Erlass eines förmlichen Sanierungsgebietes in beiden Stadtbereichen. Nur darauf bauend können etwaige Fördermaßnahmen zur Finanzierung beantragt werden.

Blick auf Untere Vorstadt

So müssen in den Bereichen Obere Vorstadt mit Torplatz, Umfeld großer Stadtweiher, östlicher Bereich der Weiherstraße oder Michelfelder Straße und die Untere Vorstadt als Sanierungsgebiete entwickelt werden. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der "Unteren Vorstadt". Sie ist optisch kein Glanzstück und fällt vor allem auch durch zunehmende Leerstände auf.

In einer ersten Entwurfsplanung sollen die Architekten Urban Meiller und Johann Ernst für die Planungs-Vision "Vitale Vorstadt" Impulse setzen. Exemplarisch kann hier an den drei Gebäuden mit den Hausnummern 24, 26 und 28 dargestellt werden, wie mit vorhandener Baustruktur und Bausubstanz attraktive bauliche Lösungen erarbeitet werden können.
Die Gebäude, die vor dem Caritasheim St. Hedwig liegen, waren schon einmal im Gespräch als eine Demenzstation durch den Caritasverein geplant wurde. Daraus wurde nichts. Die Häuser mit den Nummern 24 und 26 sind Denkmäler und müssen auch entsprechend behandelt werden. Gerade darin aber haben die Architekten Meiller und Ernst Erfahrung, zeichnen sie doch für das Bürgerhaus, das renovierte Einwohnermeldeamt und das alte Gefängnis verantwortlich. Überall wurden kleine Schmuckstücke geschaffen.

Für Senioren ausbauen

Bereits im Jahr 2010 entstand übrigens die Idee von der "Vitalen Vorstadt". Gedanken über eine mögliche Entwicklung der derzeit durch zunehmend durch Leerstand glänzenden Unteren Vorstadt machte sich der Stadtrat damals bereits. Gespräche mit Baufachleuten bestätigten, dass eine "Vitale Vorstadt" mit seniorengerechtem Wohnen hier die ideale Kulisse fände. Die Leerstände könnte man seniorengerecht ausbauen. Solventen älteren Menschen könnte hier die Möglichkeit geboten werden, sich einzukaufen oder Wohnungen zu mieten.
Das Umfeld wäre ideal: Nahversorger, die Erholungszone am Stadtweiher, eine Kirche, aber auch die Versorgung mit Krankengymnastik oder der Zugang zur Innenstadt, die Infrastruktur würden passen. Auch eine Pflegeversorgung durch das Caritasheim St. Hedwig und das Bürgerspital wäre im Bedarfsfall gegeben. "Ich könnte mir durchaus einen Zuzug von Senioren vorstellen", meinte Bürgermeister Joachim Neuß damals in einem Gespräch und verwies auf die Seniorenwohnzentren, die in größeren Städten bereits entstehen.
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