Stadtrat verabschiedet 2. Abschnitt der Dorferneuerung Gunzendorf - Dankesbrief und -worte
Trotz Mehrkosten einstimmiges "Ja"

Trotz einer voraussichtlichen Kostenerhöhung von 250 000 auf 325 000 Euro hat der Stadtrat den 2. Abschnitt der Dorferneuerung Gunzendorf einstimmig verabschiedet. Vor knapp zwei Wochen hatten sich die Gunzendorfer bei einer erneuten Versammlung für die Variante 3 der Entwürfe von Architekt Wolfgang Fetsch entschieden (wir berichteten).

Damit wird der freigelegte Platz oberhalb der Kirche zu einem richtigen Dorfplatz mit Wasserzone für die Kinder, Sitzgelegenheiten und genug Freifläche für Feste.

Schutz aus Gummigranulat

Die Mehrkosten sind unter anderem auch auf die Einbindung der Pflasterfläche rund um das Pfarrhaus bis hin zur Straße zurückzuführen. Außerdem hat man sich für den Fallschutzbelag aus Gummigranulat entschieden. Die 13 Millimeterdeckschicht, die auf einem Gummiparkett liegen wird, ist mehrfach erprobt, erläuterte Planer Fetsch dem Stadtrat noch einmal und zeigte anhand von Bildmaterial wie kreativ der Belag in verschiedenen Farben verwendet werden könnte. Das wasserdurchlässige Material ist nicht sehr reinigungsintensiv und federt Stürze aus bis zu drei Metern Fallhöhe ab.

Herbert Appl (CSU) meinte zur Kostenmehrung: "Das lässt zwar normalerweise alle Alarmlampen leuchten, aber in Gunzendorf ist die Dorferneuerung zwingend notwendig." Das Dorf habe eine homogene Struktur, der Zusammenhalt sei bestens, nur ein Versammlungsort fehle.
Das Geld für den Dorfplatz sei gut angelegt. Als wunderbare Ergänzung zum Kirchbergl bezeichnete Josef Lehner (CUU) den Planungsentwurf und betonte die multiple Mehrwertfunktion des künftigen Dorfzentrums.

"Es ist immer gut, wenn die Bürger mitgenommen werden", erklärte auch Dr. Edmund Goß (SPD). Deren Mitwirkung habe tolle Sachen ergeben, Goß lobte vor allem die Kreativität beim Spielbereich, die nichts mit dem üblichen Aufstellen von Spielgeräten gemein habe. Von einer gelungenen Planung sprach auch Martin Weiß (FW/AA).

Gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Joachim Neuß lobte die gute Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Kirchenverwaltung und der Diözese, die für die Sanierung des Pfarrhauses verantwortlich sind. Auch die Friedhofsmauer gehöre in deren Verantwortungsbereich.

In der Fragestunde wollte Hans Kaiser (CUU) wissen, wie weit die Planungen in Sachen Radweg Nasnitz-Weidlwang seien. Der ehemalige Ortssprecher von Nasnitz, Siegfried Sattler, habe hier nachgefragt.
Rathauschef Joachim Neuß erklärte, dass erst jüngst eine weitere Begehung mit den beteiligten Kräften stattgefunden haben. Ergebnisse werden man in einer öffentlichen Versammlung am 6. Mai in Nasnitz im Gasthaus Kappl präsentieren.

Herbert Appl bedankte sich im Namen von Elly Haberberger für die hervorragende Organisation der Beerdigung des Altbürgermeisters Hanni Haberberger. Ihr Dank galt auch den zahlreich vertretenen Stadträten. Bürgermeister Joachim Neuß verlas einen kurzen Lebenslauf von Haberberger und ließ in einer Gedenkminute an den verstorbenen Politiker erinnern. In einer Gedenksitzung am 30. April wird das Andenken Haberbergers noch einmal geehrt.

Einen Dankesbrief gab es von Fritz Raß für die Verleihung der Bürgermedaille. Gerührt habe er die Feierstunde im Rathaus und denkwürdigen Augenblick der Verleihung erlebt. Er spüre gerade, dass diese Medaille etwas Besonderes sei, viele Bürger gratulieren ihm. Gefreut habe ihn auch, dass der Stadtrat einstimmig für ihn als Empfänger votiert hatte. Raß hatte am vergangenen Donnerstag die Bürgermedaille erhalten für seine Verdienste rund um das Bergwerk Maffei und dessen Museumserhalt.
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