Städtische Kinderkrippe fertiggestellt - Genügend Platz zum Spielen für die 1- bis Dreijährigen
Wohlfühl-Räume für die Kleinsten

In einer bunten Parade stehen winzige Gummistiefel im Glasverbindungsgang. In der Bewegungslandschaft krabbeln und turnen die Kleinsten voller Neugier und Freude, sie erobern endlich ihre neue Städtische Kinderkrippe. Am Freitagvormittag wurde der auch von außen optisch ansprechende Bau aus viel Glas und Holz nun endlich seiner offiziellen Bestimmung übergeben.

"Was gibt es für einen Architekten Schöneres, wenn ich sehe, dass die Kleinsten an den Fenstern ihre Nasen plattdrücken und nach draußen sehen", so Johann Ernst vom Architekturbüro "em" aus Amberg. "Genau so war es beabsichtigt", freut er sich und meint die beiden blondgelockten Mädchen, die ihren größeren Spielgefährten beim Spielen im Garten zuschauen.

Besonderes Geschenk

Johann Ernst hatte für die Umsetzung des Krippenanbaus die Verantwortung und brachte statt des obligatorischen Schlüssel nun zur Eröffnung noch ein besonderes Geschenk mit. "Als mir die Mitarbeiter sagten, was sie sich wünschen, da hab ich schon erst mal schlucken müssen." Aber mit dem Kindergartenbus, einem bunten Sechssitzer auf vier Rädern zum Ziehen wollen die Betreuer mit den Kleinsten gerne Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Und weil sie die Krippe gerne annehmen, haben auch die Architekten nicht lange gezögert und spendieren das Gefährt im Wert von über 1500 Euro für die neuen Bewohner des Hauses.
Große Freude herrschte bei Margarete Müller und Annemarie Förster, als Leiterinnen der Einrichtung. Auch Bürgermeister Joachim Neuß dankte den Architekten und bot sogleich eine Werbefläche auf dem Gefährt an. Zuvor hatte er sich bei allen beteiligten Firmen bedankt. "Ich sehe heute in zufriedene und glückliche Gesichter, wir dürfen ein Projekt an unser kompetentes Betreuungsteam geben, das uns allen eine Herzensangelegenheit war." Neuß nannte die Entwicklung der Geburtenraten eine Herausforderung für die Gesellschaft und lobte den Stadtrat für seine uneingeschränkte Unterstützung für diese Investition in die Kinder der Stadt.

Vorrangiges Ziel

"In der Regel werden zum Zeitpunkt der Planung einer solchen Krippe gerade Kinder geboren, die bei der Fertigstellung bereits zu alt sind für den Bezug." Wie viel einfacher erscheine da die Entscheidung für eine Seniorenresidenz. Dennoch habe die Stadt als vorrangiges Ziel die Beschaffung von attraktiven Kinder-, Jugend- und Betreuungseinrichtungen.
Alle örtlichen Kindergärten verfügen nun über eine eigene Krippe, 51 Plätze für 1 bis 3-jährige Kinder können angeboten werden. Damit liege Auerbach mit 41,8 Prozent weit über der Quote, die im Kinderförderungsgesetz von 2008 mit 35 Prozent fixiert wurde.

Kirchlicher Segen

Im April 2011 wurde mit der Planung begonnen, vergangenen Juni begann nach einigen Schwierigkeiten endlich der Bau, jetzt spendeten die Pfarrer beider Konfessionen auch den kirchlichen Segen. "Lasst die Kinder zu mir kommen", dieses Wort Jesu passe zum Anlass, meinte Moritz von Niedner, weil Gott eine Schwäche für die Kleinen hat. Dekan Dominik Sobolewski segnete die Räume.

Geduldig hatten die Kleinsten zusammen mit ihren Mamas ausgeharrt und durften dann noch an einem gemeinsamen Essen mit den zahlreichen Vertretern der Stadt und der Firmen teilnehmen.
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