13.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

SV Etzenricht bei Schlusslicht Grün-Weiß Deggendorf - dünne Spielerdecke Chance auf Mittelfeldplatz

Der SV Etzenricht ist seit fünf Spieltagen ungeschlagen. Somit besteht am Freitag in Deggendorf die Chance, einen Mittelfeldplatz in der Landesliga Mitte zu festigen. Da Gastgeber Grün-Weiß Deggendorf noch ohne Punktgewinn ist, sollten Johannes Heidel (rechts) und seine Kollegen die Gelegenheit nutzen. Bild: war
von Redaktion OnetzProfil

Etzenricht. (war) Der SV Etzenricht reist am Feiertag, 15. August, in das Donau-Wald-Stadion nach Deggendorf. Bei den Grün-Weißen lief es im bisherigen Programm alles andere als rund.

Null Punkte und ein Torverhältnis mit minus 20 ergeben in der Tabelle Rang 18 und die Rote Laterne. Von Spiel zu Spiel versucht SpVgg-GW-Trainer Darius Farahmand den Hebel umzulegen. Bisher gelang es nicht. Auswärts setzte es zum Auftakt ein 1:5 in Ruhmannsfelden. Dann folgten auf fremden Plätzen ein 0:2 in Mitterteich und ein 0:3 vergangene Woche in Neumarkt. Zuhause sah es nicht besser aus. Nach dem 0:3 gegen Burglengenfeld gab es zuletzt ein 0:2 gegen den zuvor nicht erfolgsverwöhnten FV Vilseck.

Der Grund für die Misserfolge in Serie liegt auf der Hand. 24 Abgänge meldete Deggendorf zu Saisonbeginn. Stützen wie Rixinger, Lalliger, Eller wanderten ab. 18 Neue holte Manager Franz Liebl, darunter fünf Spieler aus Tschechien. Die Mannschaft hat ein völlig neues Gesicht erhalten.

"Wir fahren nach Niederbayern mit dem Anspruch zu punkten, dreifach wäre ideal", stimmte SV-Trainer Bernd Rast den Anhang am Samstagabend nach dem 2:2 gegen Ettmannsdorf auf diesen Folgetermin ein. Er sprach aber auch von der Gefahr und dem Druck, die von "dieser offensichtlichen Erwartungshaltung" ausgeht. Unterschätzen dürfen seine Spieler das aktuelle Schlusslicht auf keinen Fall.

Ein Handicap zeichnete sich bereits am Samstag ab. Die Rote Karte für Marco Lorenz nach einer Revanche-Aktion schwächt das Kollektiv ebenso wie die Schulterverletzung von Stephan Herrmann. Der Kapitän kämpfte sich trotz dieser Blessur aus der ersten Halbzeit bis zum Schlusspfiff durch, sein Einsatz in Deggendorf ist stark gefährdet. Das sind zwar "nur" zwei Positionen, die verändert werden müssen. Bei der dünnen Personalausstattung des SV wiegen aber gerade die Ausfälle der erfahrenen, den Spielaufbau lenkenden Leistungsträger schwer.

"Unser Ziel ist es, die Herausforderung anzunehmen und uns im Mittelfeld zu etablieren", stimmte Rast seine Truppe ein. Er kann dabei auf deren Stabilität - vier Spieltage ohne Niederlage - aufbauen. Von Vorteil ist die Rückkehr von Martin Pasieka in die Startelf. Der Offensivspieler war gegen Ettmannsdorf verhindert. Auch Andreas Pollakowski ist nach einwöchigem Urlaub wieder dabei. Konstantin Graßl wird eventuell in der nächsten Heimpartie gegen den ASV Cham im Aufgebot stehen. Anstoß in Deggendorf ist um 17.30 Uhr.

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