Sympathischer Auftritt des Regensburger Bischofs - Für das Dorf "ein großer Ehrentag"
Voderholzer der "Menschenfischer"

"So, jetzt gehe ich zu den Leuten." Kaum hatten Josef Pausch, Vorsitzender des Kapellenbauvereins, und Ortspfarrer Werner Kaspindalin den obersten katholischen Würdenträger der Diözese begrüßt, mischt sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer unter das erwartungsfrohe Publikum. Die zirka 200 Besucher, die schon seit einer halben Stunde bei herrlichem Wetter auf den Bischof warten, sind begeistert.

Ein Bischof sucht den Kontakt zu seinen "Schäfchen". Dort ein Grüß Gott, da ein Händeschütteln oder ein Kreuzzeichen auf die Stirn eines Kleinkindes. Ein "Dreikäsehoch" ist stolz auf sein FC-Bayern-Trikot. Der Bischof bestärkt den Kleinen in seiner Begeisterung für den Fußballclub und gratuliert zum Sieg gegen den FC Barcelona. Berührt vernimmt ein Schwerbehinderter im Rollstuhl die tröstenden Worte des Würdenträgers.

Neugierig, aufgeregt und voller Zuneigung begegnen die Menschen aus der Gemeinde Trabitz und den umliegenden Dörfern sprichwörtlich einem Bischof zum Anfassen. Ein warmherziger Wind weht durch die Diözese. Schon bei der ersten Pastoralreise wird deutlich: Bischof Rudolf ist ein "Menschenfischer". Es ist ein historischer Tag für die schmucke Ortschaft Pichlberg, die Pfarrgemeinde Burkhardsreuth und die politische Gemeinde Trabitz. "Das Dorf erlebt ein großen Ehrentag", sagt auch Josef Pausch bei der Begrüßung. Der Bruder des Regionaldekans unterstreicht die besondere Glaubensintensität in den Dörfern. "Auf dem Land haben wir immer noch Sehnsucht nach dem Glauben", weist der Kapellenbau-Vorsitzende auf das lebendige Glaubensbekenntnis der Dorfbewohner hin. In der Gästerunde begrüßt der Dorfsprecher auch Regionaldekan Gerhard Pausch, Dekan Thomas Jeschner, Ortspfarrer Werner Kaspindalin, Diözesan-Landvolk-Seelsorger Robert Gigler, Oberstudienrat Josef Nickl und Pfarrer Eduard Kroher sowie Kirchenpflegerin Margit Kausler und Bürgermeister Dieter Klein.
Stolz erklärt Pfarrer Werner Kaspindalin dem hohen Gast die Pfarrei Burkhardsreuth. "Wir gehören zu den Urpfarreien der Diözese", stellt der Seelsorger fest, um dann Zeugnis abzulegen "für einfache Bauersleut, ehrlich und zupackend". Der Seelsorger betont das gute Verhältnis zu den evangelischen Mitchristen und verweist auch augenzwinkernd auf die Einflüsse der Ostkirche. Das Gastgeschenk für den Bischof ist deshalb gut gewählt. Pfarrer Werner Kaspindalin überreicht eine wertvolle Ikone aus dem 18. Jahrhundert mit dem Gnadenbild der Gottesmutter von Kasan.

Glaube mehr als Tradition

Bischof Rudolf ist begeistert. "Ich liebe Ikonen", sagt er, um dann an die vielen Besucher gewandt dankbar anzuerkennen: "Ich spüre hier einen lebendigen Glauben. Darin möchte ich Euch stärken." Glauben sei mehr als Tradition, viel mehr Lebensentscheidung.

Beim Kaffeekränzchen im Gemeinschaftsraum würdigt der Regionaldekan das Pichlberger Gemeinschaftswerk von Kapelle, Feuerwehrhaus und Begegnungsstätte als Besonderheit: "Hier sind Kirche und Wirtshaus unter einem Dach."Seite 29

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Weitere Informationen im Internet: http://www.oberpfalznetz.de/pastoralreise 2013
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