Tag der offenen Tür in den Michelfelder Werkstätten bei Regens Wagner - Geschulte Gruppenleiter
Jede Abteilung leistet super Arbeit

Der Werkstattleiter der Werkstätten für behinderte Menschen, Matthias Fiedler (Dritter von links), zeigte am Tag der offenen Türe den vielen Besuchern welch vielfältige Produkte die motivierten Mitarbeiter herstellen. Bild: eb

Zwei große Tage erlebten die Michelfelder Werkstätten in der Regens-Wagner-Einrichtung. Da gab es die große offizielle Segnungsfeier für den vollendeten Anbau (wir berichteten). Tags darauf konnte sich beim Tag der offenen Tür die Öffentlichkeit von den Leistungen der behinderten Mitarbeiter überzeugen und vom geschulten Personal die Arbeitsabläufe erklären lassen.

Die Werkstatt für behinderte Menschen, kurz WfbM, nahm in Michelfeld ihren Anfang im Jahre 1990. Die Werkstätte, als Zweigbetrieb von Lauterhofen umfasste damals 48 Plätze. Treibende Kraft dafür war Oberin Schwester Jolenta Maier. Gearbeitet wurde in der ehemaligen Wäscherei. Im Jahre 2001 erfolgte in der Nähe des landwirtschaftlichen Betriebes der erste Spatenstich für die neue Michelfelder Werkstätte. Die Leitung dieser Institution hatte ebenfalls Oberin Jolenta Maier.

Eine "große Aufgabe"

Im Jahre 2002 übernahm Peter Miltenberger die erste weltliche Gesamtleitung der Einrichtung Regens Wagner Michelfeld. Auf ihn wartete eine große Aufgabe, denn bald kehrte wieder eine Enge in den zur Verfügung stehenden Werkstatträumen ein. Mit dem Um- und Anbau wurde begonnen, 2010 das Richtfest des ersten Bauabschnitts begangen und 2013 wurde mit der Segnung der Räume der Weg in die Zukunft zum Wohle der Behinderten weiter geöffnet.

Diese große Leistung wurde auch gewürdigt vom Direktor der Regens Wagner Stiftungen Monsignore Rainer Remmele sowie vom Stiftungsvorstand Gerhard Reile. Dass in den verschiedenen Arbeitsbereichen alles in geordneten Verhältnissen läuft, dafür sorgt seit 2004 Werkstattleiter Matthias Fiedler, als Nachfolger von Reinhold Wiesent. "Die Werkstatt für Behinderte soll unter betriebswirtschaftlichen Aspekten möglichst ökonomisch arbeiten, denn Preis, Qualität und Termintreue sind wie bei anderen Betrieben auch für uns sehr bedeutend und haben großen Einfluss auf das Auftragsvolumen", so Fiedler.
Unterstützt wird er von den Gruppenleitern. Meist haben diese einen handwerklichen Beruf erlernt. Als sie sich aber entschlossen, auf sozialem Gebiet zu arbeiten, mussten in Kursen und heilpädagogischen Schulungen Kenntnisse auf diesem Gebiet erlernt werden.

Einige von den Gruppenleitern haben die Werkstatt-Geschichte von Michelfeld so quasi von Anfang an mit erlebt. Einmal verdienen auch sie, dass ihre Namen genannt werden. Bereits seit März 1991 arbeitet Günther Kohl in der Werkstatt für Behinderte. Er ist gelernter Kfz-Mechaniker und Gruppenleiter im Metallbereich. Für die Abteilungen Montage eins und zwei sind zuständig Markus Eckert und Fritz Englhardt. Markus Eckert leistete 1997 seinen Zivildienst in der Michelfelder Einrichtung. Der gelernte Elektriker wünschte sich bereits in dieser Zeit, auch in Zukunft mit den Behinderten zu arbeiten. Nach einer behindertengerechten Ausbildung wurde ihm dieses auch gewährt. In dessen Fußstapfen trat auch Fritz Gebhardt. Als Bankkaufmann hatte er viel mit Zahlen zu tun. In dieser Zeit war der Kürmreuther einmal im Kloster bei der Übergabe einer Vereinsspende. Da fragte er Oberin Jolenta Maier, ob er eventuell auch hier arbeiten könnte. Nach einer "Umschulung" ging sein Wunsch in Erfüllung.

Schon als Zivi dabei

Für den Verpackungsbereich zeichnet Bernhard Seitz verantwortlich. Der gelernte Kfz-Mechaniker ist seit elf Jahren hier tätig. Mit der Betreuung von Schwerstbehinderten wurde er bereits während seines Zivildienst in Kirchenthumbach vertraut gemacht. So stand einer Arbeit in den Michelfelder Werkstätten nichts mehr im Wege.

Die Gruppenleiter schätzen in der Werkstatt für Behinderte die Arbeitsfreude und den Eifer ihrer Schützlinge. "Bei den behinderten Menschen bedeute Arbeit Glück." Das konnten auch die vielen Besucher am Tag der offenen Tür feststellen, die die Freude über die neuen Räumlichkeiten mit den Beschäftigten teilten.
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