31.12.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Tatverdächtiger gesteht - Festnahme in Polen: Mord im Ortsrichterhaus

Kein Durchkommen gibt es für Biker auf dem Steinwaldradweg am "Ortsrichter-Stüberl" in Drahthammer: Nach dem brutalen Mord an Gastwirt Werner Velhorn riegelt die Polizei die Umgebung des Gebäudes ab.
von Redaktion OnetzProfil

Er liegt erschlagen vor dem offenen Tresor: Eine Nachbarin findet am 24. Juni Werner Velhorn, den 67-jährigen Besitzer und Wirt des "Ortsrichter-Stüberls" in Drahthammer (Gemeinde Reuth bei Erbendorf), ermordet auf.

Die von der Kriminalpolizei gegründete 20-köpfige Sonderkommission ermittelt rasch einen Verdächtigen: den 33-jährigen gebürtigen Kasachen Viktor Gidion aus Weiden. Seine Spur verliert sich am Tattag in Roßhaupt (Rozvadov) in der Tschechischen Republik.

Nur wenige Tage später nimmt die polnische Polizei den mehrfach vorbestraften Arbeitslosen in einem Ort an der ukrainischen Grenze fest: Er wird auf frischer Tat ertappt, als er ein Auto aufbrechen will. Schon bei der ersten Vernehmung durch die Soko "Ortsrichter" - noch in Südostpolen - gesteht Gidion, den Rentner in der am Radweg Erbendorf-Wiesau gelegenen Gaststätte ermordet zu haben.

Seine Auslieferung nach Deutschland verzögert sich allerdings zunächst, da auch die polnischen Behörden wegen möglicher Straftaten gegen ihn ermitteln. Weitere Rechtshilfeersuchen aus dem Ausland kommen hinzu, so dass dem mutmaßlichen Mörder erst 2012 der Prozess gemacht werden wird. (rca)

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.