25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Thanheimer verdienen sich erste Seideln mit viel Schweiß "Dass da Bam rutscht"

Armschmalz war gefragt, als mit Goißn in einer guten Stunde der Baum in die Senkrechte gewuchtet wurde. Bild: sön
von Redaktion OnetzProfil

(sön) Wolken verdüsterten den Himmel, schwül-warm war es, "halt so a richtig dampfiger Doch", als zum siebten Mal nach 50-jähriger Pause das Symbol der weltlichen Kirchweih, der Kirwabaum, am Samstag mit dem Traktor zum Thanheimer Dorfweiher geschleppt wurde.

Hubert Drexler hatte die 30 Meter hohe Fichte spendiert, Tobias Rester und Wolfgang Reichert diese teilweise geschält, geringelt, ein Herz, die bayerische Raute und "Thanheim 2014" eingeschnitzt, Kirwaburschen standen den beiden helfend zur Seite.

Die Moidln hatten Kränze gebunden und geschmückt, den untersten zierten Herzen mit den Namen der zehn Paare. Vor dem Aufstellen dekorierten sie noch den Wipfel mit blau-weißen Bändern. Kurz nach 13 Uhr ging es dann zur Sache, Armschmalz war gefragt. 34 kräftige Mannsbilder wuchteten mit Goißn - gesichert und unterstützt von einem Autokran - in einer guten Stunde den Riesen in die Senkrechte. Peter Hofmeister gab gemeinsam mit Michael Rothut lautstark die Kommandos. "Pack' mas a", "Hau ruck" und "Nu an Schub".

Ein Lochmeister kontrollierte, "dass da Bam a richte eine rutscht". Die Zuschauer beobachteten und kommentierten die schweißtreibende Arbeit, waren wie die Männer an den Goißn "auf Wasser gesetzt". Dann wurde der Stamm verkeilt und endlich gab es die ersten Seideln Bier für die verschwitzten Helden. Dann wurde noch das Podium, auf dem die zehn Thanheimer Paare am Sonntagnachmittag ihre Tänze rund um dem Baum aufführten, aufgebaut.

Der Kirchweihsonntag aber begann mit dem Festgottesdienst zu Ehren des Namenspatrons in der Bartholomäus-Kirche. Danach war musikalischer Frühschoppen im Festzelt angesagt. Bei vielen blieb an diesem Tag die Küche kalt: Bayerische Schmankerln wurden in der "Dorfschmiede" und im Zelt serviert.

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