19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Über 1100 freiwillige Helfer sammeln bei Rama-dama-Aktion im Landkreis 16,5 Tonnen Müll ein Schmutzfinken unbelehrbar

von Redaktion OnetzProfil

Neustadt/WN. (ms) Frühjahrsputz im Landkreis: Zum 17. Mal schwirrten bei der Rama-dama-Aktion im Frühjahr über 1100 Männer und Frauen, darunter viele Jugendliche, mit 108 Fahrzeugen aus und säuberten die Natur vom Abfall. Sie sammelten die enorme Menge von 16,5 Tonnen ein. Diese Schmutz-Bilanz erläuterte Sachbearbeiter Wolfgang Scharnagl dem Umweltausschuss.

Da kann es nur ein kleiner Trost sein, wenn die gesammelte Menge rückläufig ist - exakt 1,88 Tonnen. Landrat Andreas Meier pflichtete daher Grünen-Kreisrätin Sonja Reichold bei, die es erschreckend nannte, dass die Aktion immer noch Jahr für Jahr erforderlich sei.

Von den 16,85 Tonnen entfallen 14,85 auf Restmüll. 1,72 Tonnen machen Altreifen aus. Insgesamt rund 100. Zwei Drittel davon hat jemand im Raum Vohenstrauß entsorgt. Aus dem Rahmen fiel auch 250 Kilogramm Eternitplatten, die ein Müllsünder bei Pressath einfach in die Landschaft gekippt hat. Kleinvieh macht auch Mist: Damit soll ausgedrückt werden, dass viele Autofahrer während der Fahrt ihren Abfalls entsorgen. Flaschen, Verpackungen, Becher und vieles mehr. Josef Fütterer (CSU) brachte ein Thema zur Sprache, das vor allem den Landwirten auf den Nägeln brennt: Immer wieder verrichten Hunde ihr Geschäft im Grünland.

Der BBV-Kreisobmann zeigte die fatalen Folgen auf: Teile des Hundekots landen zunächst im Tierfutter und später im Nahrungs-Kreislauf. Der oberste Landwirt im Kreis wusste von einem Kollegen, der deshalb schon einmal einen Schaden von 20 000 Euro erlitten hat. "Den hat niemand bezahlt." Fütterer und seine Kreistagskollegen appellierten an die Vernunft der Hundebesitzer. Sie sollten auf ihre Vierbeiner besser aufpassen oder die Hinterlassenschaften entsorgen.

Helmuth Wächter (SPD) berichtete, dass in Grafenwöhr Beutelspender viel gebracht hätten. Landrat Andreas Meier konnte dies aus Sicht der Stadt Windischeschenbach nicht bestätigen. Sie habe sieben oder acht Beutelspender aufgestellt gehabt - mit mäßigem Erfolg. "Es scheitert an der Unvernunft der Leute." Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger schlug vor, das Thema mit den Bürgermeistern zu erörtern.

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