Umlagen fressen große Teile des Etats - Mehr als halbe Million für Investitionen
Haushalt kocht auf Sparflamme

Einnahmen wie die Schlüsselzuweisung und Ausgaben wie die Kreisumlage fallen teilweise deutlich ungünstiger aus als im Vorjahr.

Einstimmig hat der Gemeinderat den Jahresetat der Kommune in Höhe von 2,54 Millionen Euro verabschiedet. Er umfasst im Verwaltungshaushalt 1 895 445 Euro und im Vermögenshaushalt 647 580 Euro.

Der Haushalt 2014 fällt im Gesamtvolumen gegenüber den Ansätzen des Vorjahres (2,95 Millionen Euro) um rund 413 000 Euro geringer aus, was hauptsächlich damit zu tun hat, dass die Einnahmen im Vermögenshaushalt um rund 417 000 Euro sanken; sie betragen heuer 647 600 Euro.

Bei den Steuern und allgemeinen Zuweisungen ergibt sich gegenüber den Ansätzen des Vorjahres ein Minus von rund 11 000 Euro, das laut Böhm "im Wesentlichen auf geringeren Einnahmen aus der Gewerbesteuer und der Schlüsselzuweisung beruht und durch die höhere Einkommensteuerbeteiligung nicht vollständig ausgeglichen wird".

Die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb steigen um knapp 23 000 Euro auf rund 470 000 Euro. Ausgabenseitig schlagen die Personalausgaben mit 190 790 Euro zu Buche (-6500 Euro). Die Ansätze für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 10 000 Euro auf 700 785 Euro. In dem Ansatz von Zuweisungen und Zuschüssen ist erstmals eine Umlage an den Markt Schwarzenfeld für den Kindergarten Villa Kunterbunt in Höhe von 17 300 Euro für den Betrieb der Kinderkrippe enthalten.

Überdies steigt die Kreisumlage bei unverändertem Umlagesatz von 47,7 Prozent auf 504 350 Euro (+101 350 Euro) und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld für den außerschulischen Bereich auf 249 000 Euro (+26 300 Euro).

Zuführung reicht nicht

Der Verwaltungshaushalt schließt mit einer Zuführung an den Vermögenshaushalt von lediglich 8790 Euro ab. Nach den gesetzlichen Vorgaben wäre eine "Mindestzuführung" in Höhe der ordentlichen Kredittilgungen (61 530 Euro) erforderlich. "Diese kann wegen der rückläufigen Einnahmen, vor allem bei der Gewerbesteuer und der Schlüsselzuweisung, und der steigenden Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand sowie der um mehr als 100 000 Euro höheren Kreisumlage nicht erwirtschaftet werden", erläuterte Böhm. Die Einnahmen des Vermögenshaushaltes sinken im Vergleich zum Vorjahr auf 647 580 Euro (-417 260 Euro). 500 000 Euro davon kommen aus staatlichen Zuweisungen für die Abwasseranlage Oberwarnbach, aus Leader- und Interreg-Fördermitteln sowie aus Dorferneuerungs- und Städtebauförderungsmitteln.

Von dem Geld gibt die Gemeinde 23 000 Euro für die Umstellung der Feuerwehren auf Digitalfunk aus und investiert für Hochbaumaßnahmen 432 500 Euro, etwa für das Dokuzentrum Slawische Siedlung, für Straßenbau, Straßenentwässerung und Straßenbeleuchtung, für Abwasserbeseitigung und den Schlossbauernhof Altfalter. Auf der Ausgabenseite finden sich auch Investitionskostenzuschüsse von 89 050 Euro, etwa für die Kinderkrippe, den Freundschaftsweg oder den Breitbandausbau.
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