Verlandungen lassen Artenvielfalt schwinden - Rudolf Hubatsch weiter an der Spitze der ...
Kormoran und Fischotter Feinde der Angler

Altendorf. (haa) Auf die Fischereigenossenschaft Schwarzach kommen Sorgen und Probleme zu. Teilweise Verlandungen und Verunreinigungen der Gewässer sowie fehlende Kiesbänke lassen die Artenvielfalt zunehmend schwinden. Außerdem holen sich Kormoran und Fischotter einen großen Teil der Fische, die alljährlich mit beachtlichem finanziellem Aufwand gesetzt werden.

Mehr Erlaubnisscheine

In seinem Jahresbericht gab Vorsitzender Rudolf Hubatsch bekannt, dass die Zahl der Erlaubnisscheine erfreulicherweise wieder angestiegen ist. So wurden im letzten Jahr 185 Jahreskarten verkauft, 2011 waren es nur 150. Ferner wurden 282 (278) 30-er Karten und sogar 2400 (1920) Tageskarten ausgegeben. Lediglich die Wochenkarten gingen von 91 auf 64 zurück. Der Mitgliederstand beläuft sich nach wie vor auf 31 Fischereiberechtigte und zwar 15 für die Schwarzach, zehn für die Ascha und sechs für die Murach. Im Berichtszeitraum wurden von den Fischereiaufsehern 63 Angler kontrolliert. Dabei wurden zwei Kinder beim "Schwarzfischen" angetroffen und entsprechend belehrt.
Der Pflichtbesatz durch die Mitglieder wurde bis zum Oktober komplett abgeschlossen. Laut Hubatsch wurden allein im letzten Jahr in den drei Gewässern für etwa 20 000 Euro verschiedene Fischarten gesetzt. Ein Fischereiberechtigter meldete im August eine Gewässerverunreinigung die vermutlich durch Einleitung von Schmutzwasser aus der Kläranlage Altendorf verursacht wurde. Es entstand jedoch kein Fischsterben. Das eingeleitete Abwasser erfüllt die Richtlinien der gesetzlichen Vorschriften, wie eine Einsicht in die Bücher der Anlage ergab.

Wasserabsenkung melden

Der Vorsitzende bemängelte, dass von den Triebwerksbesitzern das erforderliche Ablassen des Wassers, bei notwendigen Reparaturen an den Einrichtungen, nicht oder zu spät gemeldet wird. Beginn und Dauer der Arbeiten sollen künftig zehn Tage zuvor angezeigt werden. Wegen der Entlandung von verschiedenen Gewässerabschnitten fand im November eine Begehung statt. Da das anfallende Material nicht in hochwassergefährdeten Bereichen abgelagert werden darf, sollen die Gewässerbesitzer geeignete Stellen dafür ausfindig machen. In dem von Hans Desing erstatteten Bericht wurde eine korrekte Kassenführung bestätigt .
Anton Baumann vom Wasserwirtschaftsamt Weiden informierte über die allgemeine Gewässerunterhaltung durch die Behörde in der Region. Insgesamt wurden für 130 000 Euro Maßnahmen realisiert, überwiegend Gehölzarbeiten, Verkehrssicherungen und Entlandungen. Bei einigen Wasserkraftwerken an der Schwarzach muss noch die Durchgängigkeit überprüft werden. An der Murach soll auf einem Teilstück die Bachsohle aufgeraut werden, um wieder eine kiesige Fläche für ausgebliebene Fischarten zu erhalten. An der Ascha ist die Verbesserung der Mündungsstrecke vorgesehen. Die erforderliche Entlandung der Schwarzach ist schlecht möglich und auf Dauer auch nicht sinnvoll.
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