Vernissage: Ein französischer "Spaziergang durch Eschenbach"
"Leicht und duftig gemalt"

Die Rußweiherstadt und ihre Umgebung mit den Augen eines Franzosen gesehen: Durch seine Ausstellung im Taubnschusterhaus gehöre Jean-Claude Sauvage (Mitte, mit Ehefrau Josefine) "jetzt zu unserer Kulturszene", erklärte Karlheinz Keck (links), der Vorsitzende des Heimatvereins, bei der Vernissage. Bild: rn

Ein bayerisch-französischer Abend ließ das Taubnschusterhaus zum Mekka eines Kunst und leiblichen Genüssen zugetanen Publikums werden. Der Heimatverein hatte zu einem "Spaziergang durch Eschenbach" mit Bildern von Jean-Claude Sauvage geladen. Er setzte damit sein anspruchsvolles Ausstellungsprogramm 2013 fort.

Die Vernissage wurde zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Heimatfreunde sowie Anhänger und Gestalter der bildenden Kunst gaben sich ein Stelldichein. Sie alle konnten sich nicht sattsehen an den Exponaten des malbegeisterten Franzosen, der von seinem Vater her vorbelastet ist und im Ruhestand nun versucht, sein Können zu verbessern.

Bei seinen regelmäßigen Aufenthalten in Eschenbach, der Heimatstadt seiner Ehefrau Josefine, widmet sich Sauvage stets "den Reizen der Oberpfalz mit ihren weiten Horizonten, den kräftigen Farben und der für mich fremden Architektur, die mich sehr beeindruckt hat".

"Leicht und duftig gemalt, mit Geschick und Einfühlungsvermögen - französisch halt." Mit diesen Worten beschrieb Karlheinz Keck, der Vorsitzende des Heimatvereins, bei der Eröffnung die Bilder, die Stadt, Umland, Weiherkette, Speinshart sowie die Höhen des Barbarabergs und des Rauhen Kulmes zeigen.

Es sei schön, wenn einem ein Fremder die Schönheiten der Heimat vor Augen führe. Denn als Einheimischer unterliege man einer "Betriebsblindheit". Umso mehr sei man dann überrascht, "wenn ein Franzose, der zu Hause überreich mit schönen Städten und interessanten Landschaften versorgt ist, ein solches Urteil über Eschenbach und die Oberpfalz fällt". Keck bezog sich dabei auf eine Äußerung von Sauvage, wonach er Bilder einer Stadt male, in der er sich wohl und fast heimisch fühle.
Somit sei der französische Künstler "Angehöriger unserer Kulturszene", stellte der Vorsitzende des Heimatvereins fest und lud ihn ein, auch künftig für "unsere Stadt" tätig zu sein. Vielleicht entdecke er nach dem Spaziergang zu den bekannten Sehenswürdigkeiten auch die eher "versteckten Geheimnisse unserer Heimat - Eschenbach, wo es keiner kennt; neue Blickwinkel und andere Motive, die uns vielleicht selber noch gar nicht so aufgefallen sind".

Mit Blick auf die Exponate zeigte sich Keck überzeugt, dass der "Spaziergang durch Eschenbach" Freude machen werde. Dieser Aussage schloss sich Kulturbeauftragter Willi Trummer als Vertreter des Bürgermeisters an. Er dankte Jean-Claude Sauvage für seine gelungenen Werke.

In Erfüllung ging sein Wunsch nach einem unterhaltsamen Abend. Denn nach dem Rundgang durch die Ausstellung warteten kulinarische Köstlichkeiten. Französische Käse- und Weinspezialitäten sowie bayerische Leckerbissen fanden bis nach Mitternacht regen Zuspruch.
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